Nach einem feiertagsbedingt verlängerten
Wochenende hat der Dow Jones Industrial am Dienstag auf dem höchsten
Stand seit Ende 2007 geschlossen. Grund dafür waren einige
Unternehmenszahlen, die überwiegend positiv aufgenommen wurden. Klar
negative Nachrichten von der Konjunktur rückten in den Hintergrund.
Die Zahl der Verkäufe von bestehenden Häusern in den USA war im
Dezember überraschend gefallen.
Der Dow gewann 0,46 Prozent auf 13.712,21 Punkte. Von
seinem im Oktober 2007 erzielten Rekordhoch in Höhe von 14.198,10
Punkten ist er damit nur noch rund 500 Punkte entfernt. Der breit
gefasste S&P-500-Index stieg um 0,44 Prozent auf 1.492,51
Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq rückte der Composite-Index
um 0,27 Prozent auf 3.143,18 Punkte vor. Der
Auswahlindex NASDAQ 100 legte um 0,11
Prozent auf 2.746,19 Punkte zu.
DUPONT ÜBERRASCHT POSITIV
Der Chemiekonzern und BASF-Konkurrent DuPont hatte zwar im vierten Quartal des abgelaufenen
Geschäftsjahres wegen eines deutlichen Nachfragerückgangs einen
operativen Gewinneinbruch erlitten. Dennoch übertraf er die
Analystenschätzungen, was die Aktien um 1,77 Prozent steigen ließ.
Ein ähnliches Bild bot der Versicherungskonzern Travelers , dessen Titel sich um 2,15 Prozent auf 77,95 US-Dollar
verteuerten. Trotz eines deutlichen Rückgangs wegen des Wirbelsturms
"Sandy" war der Quartalsgewinn besser als erwartet ausgefallen.
Die Aktien von Johnson & Johnson hingegen
gaben um 0,74 Prozent nach. Der Konsumgüter- und
Medizintechnikkonzern hatte zwar seinen Umsatz erwartungsgemäß
gesteigert, verdiente aber weniger als noch vor einem Jahr. Experten
hatten mit einem wesentlich höheren Gewinn gerechnet.
BOEING SCHWACH
Die Anteilsscheine von Delta Air Lines kletterten um 2,83 Prozent nach oben. Die Fluggesellschaft hatte
trotz eines Gewinnrückgangs die Analystenerwartungen erfüllt und
will seine Kapazitäten verringern, um so seine Lohn- und
Treibstoffkosten zu drücken. Bei Boeing belastete, dass der Flugzeugbauer die Auslieferung seiner neuen
"Dreamliner"-Flugzeuge gestoppt hatte. Zuvor hatten bereits
Luftfahrtbehörden weltweit ein Startverbot für den Hoffnungsträger
von Boeing verhängt, der mit einer Pannenserie für Aufsehen gesorgt
hatte. Die Aktien fielen um 1,17 Prozent.
Dagegen schnellten die Aktien von Research In Motion (RIM)
um 13,01 Prozent in die Höhe. Der angeschlagene
Blackberry-Hersteller prüft Medienberichten zufolge weiterhin
verschiedene strategische Optionen, die einen Verkauf der
Hardware-Produktion sowie die Lizenzierung der eigenen Software
beinhalten.
DELL PROFITIEREN VON MEDIENBERICHTEN
Der Software-Riese Microsoft schließlich verhandelt laut
US-Medienberichten über eine finanzielle Beteiligung an der
Übernahme des Computer-Herstellers Dell. Den Dell-Titeln bescherten die Meldungen ein Plus von 2,10 Prozent,
während die Papiere von Microsoft Nach Börsenschluss überraschten der Computer-Hersteller IBM
und der Internet-Konzern Google mit positiven Quartalszahlen, so dass deren Papiere im
nachbörslichen Handel um jeweils mehr als vier Prozent in die Höhe
schnellten. In der Kernhandelszeit waren die Titel von IBM um 0,83
Prozent gestiegen, während die von Google um 0,30 Prozent gesunken
waren./la/jha/
ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
AXC0255 2013-01-22/22:58