Die Probleme auf dem Wohnungsmarkt treffen vor allem sozial Schwache. Stadtplanungsexperte Klaus Beckmann über intelligente Politik zur Schaffung von preiswertem Wohnraum und die Pläne der Parteien.
Herr Beckmann, herrscht in Deutschland wieder akute Wohnungsnot?
Beckmann: Noch keine Not, aber wir haben tatsächlich einige deutlich angespannte Wohnungsmärkte. Menschen ziehen wieder in die Städte, und sie bleiben dort, weil ihnen dort einfach mehr zum Leben geboten wird. Das führt zu diesen Problemen.
Wen trifft es vor allem?
Der größte Druck lastet vor allem auf sozial schwachen Gruppen. Der für diese Schichten staatlich subventionierte Wohnraum schrumpft Jahr für Jahr, gleichzeitig steigen die Preise auf dem freien Markt. In extrem überhitzten Regionen wie München müssen dann selbst Mittelschichtsfamilien ins ferne Umland ausweichen.
Was sollte getan werden? Der soziale Wohnungsbau hat sich doch überlebt.
Der wäre tatsächlich nicht mehr zu finanzieren. Wir brauchen mehrere Ansätze: Mehr Bauland zur Entlastung wäre das eine. Neubau ist ja endlich wieder attraktiv. Städte verfügen hier über rechtliche Mittel und Wege, ...
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