Die Lebensversicherer leiden viel stärker unter den niedrigen Zinsen als bekannt. Umfrageergebnisse von Assekurata sind erschütternd. Die Ratingagentur warnt die Verbraucher: Die Renditen könnten noch weiter sinken.
Die Lebensversicherer haben schwere Jahre vor sich. Das hat die Ratingagentur Assekurata in einer Umfrage festgestellt. Befragt wurden 69 Unternehmen, nahezu alle, die in diesem Markt wichtig sind. Das Ergebnis ist erschütternd.
"Insgesamt sieht die Branche für sich geringere Wachstumschancen", stellt die Ratingagentur fest. Insbesondere im konventionellen Geschäft gehe die Erwartung zurück – gemeint ist der Verkauf von klassischen Lebensversicherungen mit einem Garantiezins. Dieses negative Bild zeige sich im Rückgang der Deklarationen, insbesondere der Überschussbeteiligung.
Der Assekurata-Ausblick für die Entwicklung der Überschussbeteiligung bleibe kritisch. "Die Lebensversicherungsbranche ist im Korsett der politischen Niedrigzinsen eingezwängt", stellt die Ratingagentur fest. Infolgedessen habe die Absicherung der Garantieverzinsung in den Beständen oberstes Gebot.
Das bedeutet: Der Garantiezins soll auf jeden Fall dauerhaft erwirtschaftet werden. Damit dies absolut sichergestellt werden kann, müssen die Unternehmen zusätzliches Geld zurücklegen. In der Branche nennt man das ein steigendes "Nachreservierungsvolumen". Diese Rücklage habe sich 2012 deutlich erhöht, stellte Reiner Will, Geschäftsführer der Assekurata in Köln fest.
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