Nach überwiegend guten Unternehmenszahlen
haben die US-Börsen am Freitag an ihren jüngsten Aufwärtstrend
angeknüpft. Schwache Konjunkturdaten aber verhinderten größere
Gewinne: In den USA waren die Verkäufe neuer Häuser im Dezember
unerwartet zurückgegangen.
Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,41 Prozent
auf 13.881,73 Punkte. Am Vortag hatte der Leitindex bereits den
höchsten Stand seit fünf Jahren erreicht. Der breit gefasste
S&P-500-Index rückte zuletzt um 0,46 Prozent auf 1.501,73
Punkte vor. An der Technologiebörse Nasdaq legten die Aktien etwas
deutlicher zu, nachdem sie am Donnerstag noch unter einem Kursrutsch
bei den Apple-Aktien gelitten hatten. So zog der Composite-Index
nun um 0,64 Prozent auf 3.150,32 Punkte an. Für den
Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,59
Prozent auf 2.739,65 Punkte nach oben.
Um Champagnerkorken knallen zu lassen, sei es zwar noch zu früh,
sagte Kapitalmarktstratege Andreas Nigg von Vontobel Asset
Management. Der US-Wirtschaft gehe es inzwischen aber deutlich
besser und die Unternehmensgewinne fielen etwas höher aus als in den
vergangenen zwei Quartalen.
Die Aktien von Procter & Gamble (P&G) setzten
sich mit einem Plus von 3,66 Prozent auf 73,00 US-Dollar an die
Dow-Spitze. Der weltgrößte Konsumgüterkonzern kommt angesichts der
Fortschritte beim Konzernumbau in Fahrt. Der Überschuss wurde von
Oktober bis Dezember mehr als verdoppelt. Insgesamt schlug P&G die
Erwartungen der Analysten und hob seine Prognosen für das Gesamtjahr
mit an. Auch von Aktienrückkäufen will Procter & Gamble stärker als
geplant Gebrauch machen.
Ebenfalls gefragt waren die Microsoft-Titel , die um 1,01 Prozent stiegen. Dem Softwarekonzern hatte zu
Weihnachten das neue Windows 8 die Kasse gefüllt. Allerdings
schwächelte gleichzeitig die Geschäftskundensparte mit den wichtigen
Office-Büroprogrammen. Zudem nagten hohe Marketing- und
Vertriebskosten für die Einführung des neuen Betriebssystems an den
Einnahmen.
Der Telekomkonzern AT&T hatte im vierten
Quartal unter hohen Belastungen für seine Pensionskassen gelitten
und einen Milliardenverlust verbucht. Operativ hingegen lief es
besser: Mit 10,2 Millionen Smartphones verkaufte der Konzern so
viele wie noch nie in einem Quartal. Unter dem Strich bedeutete dies
für die Papiere ein Plus von 0,74 Prozent.
Das Anteilsscheine von Starbucks zogen nach
einem Rekordquartal der Kaffeekette um 4,49 Prozent an. Umsatz und
Gewinn stiegen deutlich. Vor allem Amerikaner und Asiaten strömten
häufiger in die Läden. "Ich war niemals zuversichtlicher für unsere
Zukunft", erklärte Firmenchef Howard Schultz. Überraschend gute
Quartalszahlen bescherten den Papieren des Öldienstleisters
Halliburton ein Plus von 5,24 Prozent.
Die Apple-Aktien gaben weiter nach und
fielen um 1,19 Prozent. Das enttäuschende Abschneiden des
Unternehmens im Weihnachtsgeschäft kostet den iPhone- und
iPad-Hersteller den Titel des wertvollsten börsennotierten Konzerns
der Welt. Nach anderthalb Jahren in der zweiten Reihe übernahm nun
der Ölmulti ExxonMobil wieder die Führung.
Dessen Titel rückten um 0,18 Prozent vor./la/fn
ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
AXC0217 2013-01-25/20:04