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flatex
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Apple mit Margenproblemen?

Apples Chef Tim Cook ist in diesen Tagen ein vielgefragter Mann. Auf der Investmentkonferenz von Goldman Sachs in San Francisco gestern äußerte er sich zu einem möglichen Gerichtsprozess, weil Apple die Ausgabe von Vorzugsaktien in ihren Statuten verhindern möchte. Apple plane keine große Auseinandersetzung, sagte Cook, was wiederum die Chancen auf Auszahlung oder Teilauszahlung des hohen Cash-Bestandes an die Anleger erhöht. Doch Anleger sorgen sich auch um die hohen Margen der Firma, die Cook gestern nicht ausräumen konnte. Denn er stellte Apple als Plattform-Unternehmen und nicht als Hardware-Hersteller vor. Damit vergleicht er sich mit Amazon und Google, die mit weit geringeren Margen auskommen müssen. Die Aktie verliert 2,5 Prozent und so müssen die kommenden Quartale zeigen, wie Apple seine Margen verteidigen will. Cook flog nach der Konferenz weiter nach Washington, um der Rede Obamas zur Lage der Nation beizuwohnen. Dort hörte er sich aus der ersten Reihe den Vorschlag Obamas an, eine Freihandelszone mit der EU einrichten zu wollen. Ein solches Abkommen zwischen den beiden größten Wirtschaftsräumen der Welt sei überfällig und dürfte nicht nur Apple, sondern der gesamten Weltwirtschaft helfen.

In Asien war der Börsenhandel wegen der Feiertage in China noch ruhig, wobei Japan unter Gewinnmitnahmen litt und Südkorea einen guten Tag erlebte und um 1,5 Prozent zulegen konnte. Der Yen kann heute Morgen leicht zulegen nach den Verwirrungen um das G-7-Statement gestern. Zunächst hatte man sich für freie Wechselkurse ausgesprochen, dann aber erklärt, die Aussagen seien "falsch" verstanden worden und dass durchaus die Sorge über Japans Abwertungspolitik bestehe. Dagegen kann sich der Ölpreis sich weiter festigen, nachdem die OPEC ihre Nachfrageprognose gestern angehoben hat. Sie liegt nun um 0,3 Prozent höher als bei der vergangenen Schätzung vor einem Monat. Die positiven Vorgaben aus den USA, wo Dow Jones und S&P 500 im Handelsverlauf ein neues Jahreshoch erreicht haben, könnten die Kurse in Europa stützen. Der DAX notiert vorbörslich aber leicht unterhalb des gestrigen Schlusskurses bei rund 7.650 Punkten.

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Hartmut Schneider
CeFDex Market Research für flatex

CeFDex AG
Wertpapierhandelsbank
Frankfurt/ Main

© 2013 flatex
Favoritenwechsel
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

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