Die US-Börsen haben am Mittwoch
nachgegeben. Der Dow Jones Industrial hielt sich
allerdings trotz erneuter Diskussionen innerhalb der Notenbank Fed
über ein vorzeitiges Ende der Anleihekäufe recht stabil. Er gab rund
eineinhalb Stunden vor Handelsschluss um 0,13 Prozent auf 14.017,84
Punkte nach. Im frühen Handel hatte er bei 14.058 Punkten noch
erneut ein Hoch seit seinem Rekordstand im Oktober 2007 markiert.
Der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,55 Prozent auf
1.522,49 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq sank der
Composite-Index um 0,72 Prozent auf 3.190,49 Punkte. Der
Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,84 Prozent auf 2.759,47
Punkte ein.
Viele Notenbanker fürchten die Risiken der extrem lockeren
Geldpolitik. Mehrere Mitglieder meinen daher, die Notenbank solle
sich dafür vorbereiten, das Tempo der Anleihekäufe anzupassen. Das
könnte ein Hinweis auf eine vorzeitige Beendigung des Programms
sein. Bereits auf der Sitzung im Dezember hatte sich die Mehrheit
der Mitglieder dafür ausgesprochen, die Käufe noch deutlich vor dem
Jahresende zu stoppen oder zu reduzieren.
Wie bereits am Vortag standen die Aktien der
Büroartikel-Spezialisten Office Depot und OfficeMax
im Fokus, denn nun ist das Fusionsvorhaben offiziell:
Office Depot bietet 2,69 neue Papiere pro OfficeMax-Aktie. Der
Kaufpreis beläuft sich auf Basis des Schlusskurses vom Vortag somit
auf 13,50 US-Dollar je Aktie. Mit der Übernahme will das Unternehmen
dem Rivalen Staples die Stirn bieten. Die Aktien von
Office Depot sanken um 18,11 Prozent, nachdem sie tags zuvor um
knapp zehn Prozent gestiegen waren. OfficeMax verloren 7,23 Prozent
auf 12,06 US-Dollar. Am Dienstag noch hatten sie um mehr als 20
Prozent zugelegt. Die Staples-Aktien, die am Dienstag um 13 Prozent
gestiegen waren, verloren nun 5,19 Prozent.
Im Nasdaq 100 litten die Anteilsscheine von Apple unter einem Pressebericht und sanken um 1,74 Prozent. Laut
der "Financial Times" will der taiwanesische Elektronikhersteller
und Apple-Zulieferer Foxconn die Produktion für das iPhone 5
zurückfahren und hat für nahezu sämtliche Werke in China einen
Einstellungsstopp verhängt. Garmin hielten die
rote Laterne mit minus 9,23 Prozent. Der Hersteller von
Navigationsgeräten litt unter enttäuschenden Prognosen für Umsatz
und Gewinn im laufenden Jahr. Die Konkurrenz von Smartphones setzt
dem Konzern mächtig zu.
Im Dow kletterten die Anteilsscheine von Boeing mit plus 1,45 Prozent an die Index-Spitze. Händler
verwiesen auf einen Medienbericht, dem zufolge der Luftfahrtkonzern
seine Probleme mit dem Dreamliner in Kürze gelöst haben wird. Zu den
schwächsten Werten zählten dagegen erneut die Titel der UnitedHealth
Group mit minus 1,71 Prozent. Der Krankenversicherer litt
weiter unter Kürzungen bei der staatlichen Krankenversicherung
Medicare./ck/he
ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
AXC0289 2013-02-20/20:45