Von Liam Moloney
Die Euroschuldenkrise fordert von dem italienischen Energiekonzern Enel ihren Tribut. Der Gewinn der Enel SpA brach zum Jahresauftakt um gut ein Viertel ein, wenn auch nicht ganz so stark wie erwartet. Grund für den drastischen Rückgang waren vor allem die schwache Stromnachfrage insbesondere auf den beiden Hauptmärkten Italien und Spanien, sowie ein Sondereffekt aus dem Vorjahr.
Der Nettogewinn sank auf 852 Millionen Euro. Analysten hatten mit 784 Millionen Euro gerechnet. Im Vorjahr hatte Enel noch von einem Anteilsverkauf profitiert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen gab um 4,2 Prozent auf 4,08 Milliarden Euro nach. Der Umsatz ging um 1,5 Prozent auf 20,9 Milliarden Euro nach unten.
Die Schulden stiegen per Ende März auf 43,3 Milliarden Euro. Zum Jahresende 2012 war das Unternehmen noch mit 42,95 Milliarden Euro verschuldet.
In den letzten Jahren konzentriert sich Enel auf den Abbau des gigantischen Schuldenbergs, den der Konzern 2007 mit der Übernahme des spanischen Rivalen Endesa angehäuft hatte. Damit ist Enel im ersten Quartal allerdings nicht vorangekommen. Im Gegenteil: Die Schulden stiegen zum 31. März um gut 300 Millionen auf 43,3 Milliarden Euro im Vergleich zum Jahresende 2012.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/mgo/jhe
(END) Dow Jones Newswires
May 07, 2013 12:10 ET (16:10 GMT)
Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.
