Die niederländische Finanzgruppe ING ist dank des Verkaufs von Unternehmensteilen mit einem satten Gewinnplus ins neue Jahr gestartet. Aber auch bereinigt legte der Nettogewinn im ersten Quartal von knapp 580 auf rund 800 Millionen Euro kräftig zu. In dem mehr als verdoppelten unbereinigten Nettogewinn von 1,8 Milliarden Euro sind Erlöse aus dem Verkauf des Lebensversicherungsgeschäfts in Hongkong, Macau und Thailand enthalten. Diese hatten ING einen Geldsegen von rund 940 Millionen Euro beschert. Mit dem Börsengang ihres europäischen Versicherungsgeschäfts sehen sich die Niederländer voll im Plan. Er ist für 2014 angepeilt.
Das bereinigte Ergebnis vor Steuern verbesserte sich geringfügig von 1,151 auf 1,169 Milliarden Euro. Das Ergebnis spiegelt ertragreichere Nettozinsmargen und den Einfluss von Einsparprogrammen wider.
Im Versicherungsgeschäft lief es für die Niederländer wenig rund. In der Region Europa und Asien sackte das operative Ergebnis um 50 auf 79 Millionen Euro ab, in den USA um rund 30 auf 87 Millionen Euro.
Die Kernkapitalquote erhöhte sich dagegen von 11,9 auf 12,3 Prozent auf. Nach den strengen Regeln von Basel III wären das 10,9 Prozent. "Mit diesem geschafften Meilenstein beschleunigen wir jetzt unsere Anstrengungen für einen Börsengang unserer europäischen Versicherungstochter. Wir wollen bis 2014 auf dem Aktienmarkt vertreten sein", sagte ING-Chef Jan Hommen.
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May 08, 2013 02:59 ET (06:59 GMT)
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