Der Autozulieferer Continental misst dem China-Geschäft mehr Bedeutung bei und schafft ein Vorstandsressort für den wichtigen Wachstumsmarkt. Ralf Cramer, momentan in der Führungsriege für die Division Chassis & Safety verantwortlich, wird ab August die Geschicke im Reich der Mitte lenken.
"Unser strategisches Ziel lautet: Den Umsatzanteil der asiatischen Märkte mit der Zeit von heute 18 Prozent auf über 30 Prozent zu erhöhen", sagte Vorstandschef Elmar Degenhart. "China ist dabei unser Wachstumsmotor und schon heute der größte Autoproduzent und -markt der Welt".
Cramer werde sich "voll auf die dortigen Herausforderungen konzentrieren" können, so Degenhart. "Damit wollen wir die Organisation vor Ort stärken und die Weichen sichtbar auf schnelles, profitables und dauerhaftes Wachstum stellen".
Der 47-Jährige Cramer ist seit 2009 Mitglied des Vorstands der Continental AG. "Ich freue mich auf die Herausforderung, die Zukunft eines der wichtigsten Wachstumsmärkte für die individuelle Mobilität mitzugestalten. Wir sehen jetzt besonders in China große Chancen für unser gesamtes Leistungsspektrum", sagte er zu seiner neuen Aufgaben.
Continental erzielte 2012 in Asien rund sechs Milliarden Euro Umsatz. Allein in China lagen die Erlöse bei 2,7 Milliarden Euro. Seit Jahren wächst das Unternehmen dort deutlich schneller als der Markt. Die Mitarbeiterzahl in China hat sich in den vergangenen drei Jahren auf rund 17.000 nahezu verdoppelt.
Conti ist nicht das erste Automobilunternehmen, das die eigenen China-Aktivitäten durch die Implementierung eines Vorstandsressorts aufwertet. In den vergangenen Monaten hatten auf Volkswagen und Daimler baugleiche Schritte unternommen.
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May 17, 2013 04:21 ET (08:21 GMT)
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