Euwax Trends an der Börse Stuttgart
DAX mit leichtem Kursplus
Börsianer warten auf die Fed
Zur Wochenmitte sind alle Augen auf die US-Notenbank Fed gerichtet, die seit Dienstag tagt. Börsianer warten gespannt, wie es mit den Leitzinsen weitergeht und in welchem Umfang die Anleihenkäufe zurückgefahren werden. Die US-Notenbank Fed hatte die Leitzinsentwicklung an die Arbeitslosenquote gekoppelt und eine Zielmarke von 6,5 Prozent genannt. Aktuell nähert sich die Quote mit 6,7 Prozent der Benchmark. Bezüglich der Anleihenkäufe erwarten die Experten eine Drosselung um 10 Milliarden US-Dollar. Es ist die erste Sitzung unter der neuen Fed-Chefin Janet Yellen, insofern sind die Börsianer dieses Mal besonders gespannt auf die Entscheidungen und den weiteren Ausblick.
Bis zur Verkündigung am Abend verläuft der Handel in ruhigen Bahnen. Der DAX hat gegenüber dem Schlussstand des Vortages aber trotzdem 60 Punkte zugelegt und notiert nun knapp über der Marke von 9.300 Zählern, der Euro notiert wenig verändert bei 1,3930 US-Dollar.
Mehr Bewegung ist bei den Einzelwerten zu beobachten. Größter DAX-Verlierer ist die Aktie des Baustoffkonzerns HeidelbergCement mit einem Minus von 1,3 Prozent. Das Unternehmen hatte am Morgen seine endgültigen Zahlen vorgelegt. Zudem teilte der DAX-Konzern mit, die Dividende von 47 auf 60 Cent erhöhen zu wollen. Experten hatten mit einer Ausschüttung von 80 Cent je Aktie gerechnet. Denn HeidelbergCement hat 2013 dank zweier Sondereffekte seinen Überschuss um 79 Prozent auf 945 Millionen Euro steigern können. Dies sorgt für Enttäuschung und drückt den Aktienkurs.
Die Gewinnerliste im DAX führt der Automobilhersteller BMW an. Optimistische Aussagen für 2014 treiben den Aktienkurs um über sieben Prozent in die Höhe.
Analog zum Gesamtmarkt verläuft der Handel an der EUWAX auch in etwas ruhigeren Bahnen und viele Anleger möchten erst einmal die Fed-Sitzung abwarten, bevor sie sich wieder neu positionieren. Bei den aktiven Anlegern überwiegt in Anbetracht der Kursgewinne derzeit die Skepsis - das Stuttgarter Stimmungsbarometer ist im Minus zu finden.
Mit der Krim-Krise ist die Aktie des russischen Gasriesen Gazprom in den Fokus der Anleger gerückt. Zunächst wurde befürchtet, das Unternehmen könnte ein Verlierer der Krim-Krise sein und die Folgen der Sanktionen des Westens gegenüber Russland oder der daraus resultierten russischen Reaktionen zu spüren bekommen. Denn ein Drittel des Gasbedarfs der EU wird durch Gazprom abgedeckt. Dies hatte die Aktie in den vergangenen Wochen auf Talfahrt geschickt. Jetzt wittert Gazprom aber ein lukratives Geschäft und möchte auf der Krim Gas und Öl fördern. Einen entsprechenden Vorschlag hat das Unternehmen der Krim-Regierung unterbreitet. Nach der gestrigen Kurserholung notiert die Gazprom-Aktie heute wieder im Minus. In Stuttgart sind immer wieder Käufer in Calls anzutreffen.
Börse Stuttgart TV
Die Krim-Krise hat zumindest bei den deutschen Finanzexperten ihre Spuren hinterlassen. Der ZEW-Index fiel heute auf den tiefsten Stand seit Sommer des vergangenen Jahres. Zweifel an den Konjunkturaussichten wollen dennoch keine aufkommen. Warum sind die Wachstumsschätzungen für Deutschland und Europa teilweise erhöht worden? Prof. Dr. Hendrik Wolff, Wolff & Häcker Finanzconsulting AG, bei Börse Stuttgart TV.
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Quelle: Boerse Stuttgart AG
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