Die Ölpreise sind am Freitag leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete gegen Mittag 107,15 US-Dollar und damit 31 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fiel um 22 Cent auf 103,17 Dollar.
Trotz der leichten Verluste zum Wochenschluss ist der US-Ölpreis im Verlauf der Woche kräftig gestiegen. Seit Montag legte der WTI-Preis um etwa drei Dollar zu. Experten erklärten den Anstieg unter anderem mit zuletzt guten Daten vom US-Arbeitsmarkt. Der Markt spekuliere, dass der Verbrauch von Kraftstoff in der größten Volkswirtschaft der Welt vor dem Hintergrund einer besseren Lage am Arbeitsmarkt weiter zulegen werde.
Unterstützung für die Ölpreise sehen Rohstoffexperten der Commerzbank auch durch jüngste Meldungen von der Internationalen Energieagentur (IEA). Diese hatte in ihrem Monatsbericht geschrieben, dass die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) zuletzt weniger Rohöl auf den Weltmarkt geliefert hatte. Das Kartell habe demnach das Angebot im März um etwa 900 000 Barrel pro Tag auf 29,6 Millionen Barrel gesenkt. "Der kräftige Rückgang der Produktion dürfte der IEA zufolge aber nur vorübergehend sein und in den kommenden Monaten wieder korrigiert werden", hieß es weiter bei der Commerzbank.
Der Preis für Opec-Rohöl legte zuletzt erneut zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag im Durchschnitt 104,33 US-Dollar. Das war elf Cent mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/jsl
AXC0104 2014-04-11/12:35
