BIP-Zahlen aus Japan und neue Daten zur Kreditvergabe in China drücken den Börsen in Ostasien am Mittwoch ihre Stempel auf. In Japan ist die Wirtschaft im zweiten Quartal wegen der Mehrwersteuererhöhung im April wie erwartet geschrumpft, aber mit 1,7 Prozent nicht ganz so stark wie von Volkswirten befürchtet. In China hat sich derweil das Wachstum des Kreditvolumens im Juli deutlich verlangsamt und ist auf das niedrigste Niveau seit Dezember 2009 gefallen, was vereinzelt für Spekulationen über ein nachlassendes Wirtschaftswachstum sorgt.
Die Börsen in Schanghai und Hongkong gehören denn auch mit Abgaben bis 0,6 Prozent zu den Tagesverlierern bislang, während es in Tokio für den Nikkei-Index um 0,2 Prozent nach oben geht auf 15.196 Punkte. In Australien kommen die Kurse nach den kräftigen Vortagesgewinnen leicht zurück. In Seoul legt der Kospi um 0,6 Prozent zu im Vorfeld der Sitzung der koreanischen Notenbank. Am Markt wird weithin auf eine Zinssenkung spekuliert.
Die japanische Notenbank (BoJ) werde im Oktober oder November ihre Geldpolitik weiter lockern müssen angesichts der BIP-Kontraktion im zweiten Quartal, ist Robert Feldman, Volkswirt bei Morgan Stanley MUFG Securities überzeugt: "Die BoJ wird von drei Seiten umlagert: Schlechten Daten, politischem Druck, darauf zu reagieren und der noch nicht abgeschlossenen Debatte über die Mehrwertsteuer". Die BoJ dürfte zudem ihre unrealistisch optimistische Wachstumsprognose von 1,1 Prozent aufgeben müssen und vermutlich auch ihre Inflationsprognose, glaubt er. Auf annualisierter Basis schrumpfte Japans Wirtschaft im zweiten Quartal um 6,8 Prozent.
Am Devisenmarkt zeigt sich der Yen davon unbeeindruckt. Mit 102,28 Yen bewegt sich der Dollar auf dem Niveau vom Vortag. Weiter leicht aufwärts geht es mit dem Austral-Dollar nach den guten Daten zur australischen Wirtschaftsstimmung am Dienstag.
An der Börse in Tokio ruft das BIP-Minus keine stärkeren Reaktionen hervor, auch wegen der damit weiter am Leben gehaltenen Hoffnungen auf weitere geldpolitische Lockerungen. Händler berichten von einer spürbaren Beruhigung nach den jüngsten kräftigen Kursausschlägen in beide Richtungen. Dazu dürften auch die bevorstehenden "Obon"-Feiertage beitragen, an denen an der Börse zwar gehandelt wird, die viele Akteure an den Finanzmärkten aber für einen Urlaub nutzten.
Am Aktienmarkt in Sydney gibt der Kurs der Commonwealth Bank of Australia um 0,6 Prozent nach. Die größte Bank des Landes hat zwar einen Rekordgewinn gemeldet, aber auch einen Anstieg notleidender Kredite. Für CSL geht es dagegen um 2,5 Prozent nach oben. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Blutprodukten erwägt offenbar einen weiteren Aktienrückkauf, wie er angesichts eines Anstiegs des Nettogewinns mitteilte. In Tokio brechen die Aktie von Ulvac nach einem gesenkten Ausblick um über 20 Prozent ein. Sony legen dagegen um 2 Prozent zu, gestützt von offenbar guten Absätzen der Spielekonsole PlayStation 4.
=== INDEX Stand +- in % Handelsende aktuell (MESZ) S&P/ASX 200 (Sydney) 5.517,10 -0,24% 08:00 Nikkei-225 (Tokio) 15.202,87 +0,27% 08:00 Kospi (Seoul) 2.054,30 +0,63% 08:00 Shanghai-Composite (Schanghai) 2.207,59 -0,63% 09:00 Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.630,93 -0,24% 10:00 Straits-Times (Singapur) 3.297,85 -0,17% 11:00 KLCI (Malaysia) 1.852,98 +0,14% 11:00 DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mo, 10.40 Uhr EUR/USD 1,3365 -0,0% 1,3369 1,3356 EUR/JPY 136,71 +0,0% 136,69 136,62 USD/JPY 102,29 +0,0% 102,25 102,28 USD/KRW 1027,85 +0,1% 1027,15 1027,15 USD/CNY 6,1607 +0,0% 6,1580 6,1580 AUD/USD 0,9280 +0,2% 0,9265 0,9261 === Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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August 13, 2014 00:47 ET (04:47 GMT)
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