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MÄRKTE EUROPA/Erholung - Kursabsturz in Athen geht weiter

Von Benjamin Krieger

Erholung lautet am Mittwochmorgen die Devise an Europas Aktienmärkten. Nach den kräftigen Verlusten am Dienstag steigt der DAX im frühen Handel um 1,2 Prozent auf 9.906 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 erholt sich um 1,1 Prozent auf 3.198 Zähler. Am Vortag hatten die Kurse noch auf breiter Front den Rückzug angetreten, wobei neben der Entwicklung in Griechenland und Verunsicherung über den Kursabsturz in Schanghai auch Gewinnmitnahmen eine Rolle spielten. Börsianer sprechen bislang aber nur von einer "Erholung auf tönernen Füßen".

"Die Unsicherheit wegen Griechenland hält an", sagt Stan Shamu von IG Markets. Sollte das griechische Parlament neu gewählt werden und die linksradikale Partei Syriza gewinnen, sei der Schuldenpakt des Landes mit der Troika gefährdet. Am Dienstag war der Athener Aktienmarkt um fast 13 Prozent eingebrochen. Am Mittwoch geht es im frühen Geschäft weiter abwärts um 3 Prozent. Gleichzeitig steigen die Anleiherenditen Griechenlands weiter, wenn auch deutlich langsamer. Die Zehnjahresrendite liegt bei 8,21 Prozent, verglichen mit etwa 7,25 Prozent zu Beginn der Woche.

Der Erholung in Europa helfen günstige Vorlagen aus den USA und aus China. In den USA holten die Indizes frühe Verluste zum Teil mehr als wieder auf. An der Börse von Schanghai ist der Leitindex nach einem schwachen Anstieg der Verbraucherpreise im November um fast 3 Prozent nach oben geschossen und hat damit mehr als de Hälfte des Einbruchs vom Vortag wieder aufgeholt.

Der Ölpreis gibt erneut nach, Brent-Öl verliert 1,5 Prozent auf knapp unter 66 Dollar. An den Börsen gehören Aktien aus dem Ölsektor wieder zu den Schlusslichtern. Euro und Gold zeigen sich wenig verändert. Bundesanleihen legen erneut leicht zu, der Terminkontrakt auf Bundesanleihen ist am Morgen erneut auf ein Rekordhoch gestiegen. Zehnjährige Bundesanleihen werfen nur noch eine Rendite von 0,68 Prozent ab. Papiere des Bundes mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren werfen eine negative Rendite ab. Die Erwartung eines Anleihekaufprogramms der EZB treibt die Rentenkurse immer weiter nach oben und die Renditen nach unten.

Am Aktienmarkt steigen TUI um 3 Prozent. Beim operativen Gewinn hat der Touristikkonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr etwas besser abgeschnitten als Analysten erwartet hatten, wie am Morgan bekannt wurde. Deutsche Telekom geben um 1,3 Prozent nach. Die LBBW hat die T-Aktie auf "Halten" von "Kaufen" gesenkt. Zudem mussten die Aktien der Tochter T-Mobile US am Vorabend herbe Kursverluste von mehr als 8 Prozent hinnehmen.

Um 1 Prozent abwärts geht es mit der Fraport-Aktie. Der Flughafenbetreiber hat im November 2,5 Prozent mehr Passagiere durchgeschleust als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im August und September waren die Wachstumszahlen noch mehr als doppelt so hoch.

Ein optimistischer Ausblick des US-Chipherstellers Broadcom auf das laufende Quartal lässt Infineon um 1,2 Prozent zulegen. Infineon ist wie Broadcom in der Herstellung von Halbleitern für mobile Anwendungen tätig.

DEVISEN  zuletzt  +/- %  0.00 Uhr  Di, 17.19 Uhr 
EUR/USD   1,2382  +0,0%    1,2377         1,2423 
EUR/JPY   147,61  -0,3%    147,98         147,73 
EUR/CHF   1,2019  -0,0%    1,2020         1,2017 
USD/JPY   119,22  -0,3%    119,54         118,95 
GBP/USD   1,5682  +0,0%    1,5675         1,5703 

Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@wsj.com

DJG/bek/gos

(END) Dow Jones Newswires

December 10, 2014 04:00 ET (09:00 GMT)

Copyright (c) 2014 Dow Jones & Company, Inc.

© 2014 Dow Jones News
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