Nach zwei Monaten endet am Montag der Energiedialog der Staatsregierung zur Zukunft der bayerischen Energieversorgung. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) wollte damit die Grundlagen für die zukünftige atomfreie Stromversorgung in Bayern klären lassen. Dazu hatte Aigner mehrere Dutzend Verbände und Organisationen eingeladen - von Bürgerinitiativen gegen neue Stromtrassen über die Kirchen bis zur Vereinigung der bayerischen Wirtschaft.
Klar war bereits im Vorfeld, dass Aigner und die Staatsregierung nicht den Bau zweier neuer Höchstspannungstrassen in Bayern zulassen wollen. Diese stehen zwar im Gesetz zum Netzausbau, dem die CSU im Sommer 2013 in Berlin zugestimmt hatte. Doch wegen Bürgerprotesten war Ministerpräsiden Horst Seehofer (CSU) umgeschwenkt. Weiter sieht Aigners Konzept den Bau mindestens eines Gaskraftwerks vor, das fehlenden Atomstrom ersetzen soll. Ein solches Gaskraftwerk müsste jedoch voraussichtlich mit Subventionen bezuschusst werden. Derzeit fehlen wegen mangelnder Profitabilität die Investoren.
Die eigentlichen Entscheidungen werden jedoch erst im Laufe der kommenden Monate in Berlin fallen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (CSU) lehnt insbesondere die Forderung nach Staatszuschüssen für Gaskraftwerke in Bayern ab./cho/DP/zb
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AXC0014 2015-02-02/05:49
