Der niederländische Logistikkonzern TNT
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Die TNT-Aktie reagierte mit einem Kurssturz um mehr als elf
Prozent auf die Nachrichten. Am frühen Nachmittag lag das Papier
noch mit 10,49 Prozent im Minus bei 5,318 Euro. "Die Problemregionen
Großbritannien, Frankreich und Italien stabilisieren sich noch
nicht", analysierte Analyst Marc Zwartsenburg von der
niederländischen Bank ING die Geschäftsentwicklung. Die Aussagen
zogen auch die Aktie der Deutschen Post
Die TNT-Führung will bis zum Jahr 2017 zwischen 800 und 900 Millionen Euro investieren, damit künftig ein größerer Teil der Umsätze als Gewinn hängenbleibt. Die um Sondereffekte bereinigte operative Marge soll damit im Europageschäft auf vier bis fünf Prozent, im internationalen Geschäft auf acht bis zehn Prozent steigen. Gunning will diese Ziele bis zu den Jahren 2018/2019 erreichen. Im vergangenen Jahr lag die bereinigte Marge bei gut drei Prozent.
Ursprünglich hatte TNT gehofft, als Teil des US-Logistikriesen
UPS
Im wichtigen vierten Quartal stürzte das Unternehmen wegen hoher Kosten für den Konzernumbau von der Gewinn- in die Verlustzone. Im Gesamtjahr vergrößerte sich der Konzernverlust daher um 60 Prozent auf 195 Millionen Euro. Der Umsatz ging um drei Prozent auf 6,7 Milliarden Euro zurück. Sonderbelastungen herausgerechnet, wuchs der operative Gewinn jedoch um ein Fünftel auf 209 Millionen Euro.
Für die Jahre 2015 bis 2017 erwartet die TNT-Führung weitere Umbaukosten von 250 bis 300 Millionen Euro. Auf der anderen Seite will das Unternehmen dadurch bis 2018 250 Millionen Euro einsparen./stw/mmb/stb
ISIN US9113121068 DE0005552004 NL0009739424
AXC0128 2015-02-17/15:14
