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MÄRKTE USA/Fed-Aussagen stützen Wall Street auch zum Wochenausklang

Auch zum Wochenausklang ging es an der Wall Street nach oben, wenn auch in gemächlicherem Tempo als an den beiden vorigen Tagen. Die ab kommendem Jahr erwarteten Zinserhöhungen in den USA haben ihren Schrecken verloren, nachdem die US-Notenbank am Mittwoch versichert hat, ihre Geldpolitik nur schrittweise zu straffen.

Und selbst wenn die Federal Reserve die Zinsen erhöht, bleibt das Geld anderswo billig: Die Bank of Japan (BoJ) und die Europäische Zentralbank kämpfen mit einer lockeren Geldpolitik gegen die schwächelnde Konjunktur in Japan und der Eurozone an. Das dürfte dazu beitragen, dass das Zinsniveau weltweit relativ niedrig bleibt.

Am Markt herrsche Zuversicht, dass die großen Zentralbanken die Geldschleusen offen halten, sagte Chris Gaffney von EverBank Wealth Management. "Mehr Liquidität ist gut für die Märkte", fügt er hinzu.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,2 Prozent auf 17.805 Punkte. Der S&P-500 gewann 0,5 Prozent und der Nasdaq-Composite 0,4 Prozent. Das überdurchschnittlich hohe Umsatzvolumen von 2,4 (Donnerstag: 0,98) Milliarden Aktien war dem großen Verfall am Freitag geschuldet. Auf 2.051 Kursgewinner kamen 1.133 -verlierer, während 87 Titel unverändert schlossen.

Der Dow wurde etwas von der Nike-Aktie gebremst, die um 2,3 Prozent nachgab. Zwar hatte der Sportartikelhersteller und Adidas-Konkurrent im zweiten Geschäftsquartal mehr umgesetzt und verdient als erwartet, doch enttäuschte die Auftragslage.

Am Anleihemarkt nutzten Anleger den jüngsten Ausverkauf zum Wiedereinstieg. Die Rendte zehnjähriger Treasurys sank um 2 Basispunkte auf 2,18 Prozent.

Der Dollar profitierte erneut von den erwarteten US-Zinserhöhungen und stieg zum Euro auf den höchsten Stand seit über zwei Jahren. Im späten US-Handel kostete der Euro noch rund 1.2230 Dollar. Seit Beginn der Woche hat die Gemeinschaftswährung damit zum Greenback um etwa 3 Cent abgewertet. Anleger hätten ihre Wetten auf einen schwächeren Euro am Freitag verstärkt, sagte Devisenstrategin Camilla Sutton von der Scotiabank. Die Investoren seien überzeugt davon, dass der Dollar auch über das laufende Jahr hinaus Stärke zeigen werde.

Am Rohstoffmarkt erholte sich der Ölpreis von dem Einbruch am Donnerstag. Das Barrel der US-Sorte WTI verteuerte sich um 4,5 Prozent bzw 2,41 Dollar auf 56,52 Dollar. Händler machten dafür Gelegenheitskäufe und die Eindeckung von Leerverkaufspositionen verantwortlich. Außerdem beabsichtigt Nigeria laut einem Medienbericht, seine Ölexporte im Februar zu verringern, während die staatliche mexikanische Ölgesellschaft voraussichtlich bald 100.000 Barrel US-Leichtöl pro Tag kaufen will. Das könnte das bestehende Überangebot abbauen helfen. Die europäische Referenzsorte Brent stieg um 3,6 Prozent bzw 2,11 Dollar auf 61,38 Dollar.

Der Preis für die Feinunze Gold kostete zum Settlement 1.196 Dollar und damit kaum mehr als am Vortag. Das Edelmetall wurde von der Erwartung gestützt, dass sich die Fed mit Zinserhöhungen Zeit lässt. Gold wirft keine Zinsen ab und wird unattraktiv, wenn anderswo höhere Renditen zu erzielen sind.

An der Börse ging es um 10,6 Prozent für die Aktie von Red Hat nach oben, nachdem der Quartalsausweis des Unternehmens überzeugt hatte. Red Hat profitierte unter anderem von der höheren Nachfrage nach Cloud-Produkten.

Der Kurs von Xerox stieg um 0,5 Prozent. Die französische Atos kauft das IT-Outsourcing-Geschäft von Xerox für 1,05 Milliarden US-Dollar.

=== 
INDEX           zuletzt  +/- %  absolut 
DJIA          17.804,80   0,15    26,65 
S&P-500        2.070,67   0,46     9,44 
Nasdaq-Comp.   4.765,38   0,36    16,98 
Nasdaq-100     4.281,78   0,33    14,01 
 
Kupon  Laufzeit  Notierung  Änderung   Rendite   Änderung 
1/2%    2-year   99 23/32   dn 2/32   0,650%     +1,7BP 
1%      3-year   99 23/32   dn 1/32   1,093%     +0,8BP 
1 1/2%  5-year   99 9/32    up 1/32   1,652%     -0,6BP 
1 7/8%  7-year   99 10/32   up 4/32   1,979%     -2,2BP 
2 1/4%  10-year  100 21/32  up 8/32   2,178%     -3,0BP 
3%      30-year  104 20/32  up 28/32  2,771%     -4,2BP 
 
DEVISEN  zuletzt   +/- %  Fr. 8.27 Uhr  Do, 17.33 Uhr 
EUR/USD   1,2228  -0,50%        1,2289         1,2284 
EUR/JPY   146,19  -0,29%        146,62         145,79 
EUR/CHF   1,2031  -0,09%        1,2042         1,2038 
USD/JPY   119,54   0,20%        119,31         118,71 
GBP/USD   1,5639  -0,15%        1,5663         1,5666 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln

(END) Dow Jones Newswires

December 19, 2014 16:12 ET (21:12 GMT)

Copyright (c) 2014 Dow Jones & Company, Inc.

© 2014 Dow Jones News
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