
Der Eurokurs
Neben dem am Montag begonnenen Anleihekaufprogramm der EZB rückt immer mehr die für diesen Sommer erwartete erste Leitzinsanhebung in den USA in den Blick der Märkte. Der Devisenmarkt scheine gerade immer mehr die erste Zinserhöhung "einzupreisen", kommentierte Lutz Karpowitz, Devisenexperte bei der Commerzbank. Dies passe zu der aktuellen Dollar-Stärke. Neben dem Euro standen auch fast alle anderen wichtigen Währungen zum Dollar unter Druck. "Immerhin ist die Fed eine der ganz wenigen Notenbanken in der Welt, die nicht am globalen Abwertungswettlauf teilnimmt", so Karpowitz. Die Vorsitzende des geldpolitischen Ausschusses der US-Notenbank, Janet Yellen, hatte sich bisher wenig besorgt gezeigt über den Höhenflug des Dollar.
"Fortschreiben sollte man den aktuellen Rückgang des Euro jedoch nicht", so Karpowitz. Vor allem das Tempo könne nicht dauerhaft sein. Allerdings setzte sich an den Staatsanleihemärkten der Eurozone die Talfahrt der Zinsen dank des EZB-Kaufprogramms fort. Dies zumindest spricht für einen anhaltenden Druck auf den Eurokurs.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse
für einen Euro auf 0,7128 (0,7186) britische Pfund
ISIN EU0009652759
AXC0207 2015-03-10/17:14