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Solarworld Fundamentalanalyse: Die Sonderfaktoren

Liebe Leserin, lieber Leser,

bei der Solarworld AG gab es im letzten Geschäftsjahr einige Sonderfaktoren - weshalb der oberflächliche Blick auf Umsatz und besonders Gewinn mit Vorsicht zu genießen sind. Deshalb habe ich für Sie hier diese Sonderfaktoren aufgelistet:

Solarworld AG: Einige Sonderfaktoren im letzten Geschäftsjahr

Sonderfaktor 1: Übernahme von Bosch Solar Energy

Die Solarworld AG hatte im letzten Jahr die "Bosch Solar Energy" übernommen. Der vorigen Mutter war es - vorbildlich, wie ich finde! - darum gegangen, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben sollen. Deshalb verzichtete sie im Gegenzug für eine Weiterbeschäftigungszusage auf einen Kaufpreis. Ja, es soll sogar eine "Mitgift" an Solarworld geflossen sein.

Nun konnte die Solarworld AG die neuen Werte erstmals bilanzieren - es waren also auf einmal Aktiva da, für die gar nichts gezahlt worden war. Das war ein Gewinn, aber natürlich keiner aus dem eigentlichen operativen Geschäft. Diese Transaktion war gut für Solarworld, hat das Ebitda erhöht - aber es war ein Einmaleffekt. Nicht mehr und nicht weniger.

Sonderfaktor 2: Neuverhandlung bestehender Lieferverträge

Bestehende Lieferverträge wurden laut Solarworld neu verhandelt. Das war im Fall der Silizium-Lieferverträge für Solarworld positiv. Der Siliziumpreis lag erheblich unter den festgeschriebenen Preisen - und Neuverhandlungen haben offensichtlich niedrigere Zahlungen ergeben. Es gab diesbezüglich aber auch Rechtsstreitigkeiten.

Sonderfaktor 3: Wegfall von Schulden

Das ist ein gewaltiger Brocken: Im letzten Jahr wurde die Solarworld AG Schulden von über einer halben Milliarde Euro los. Genau gesagt waren es 556 Mio. Euro weniger Schulden. Wie das? Sie haben es vielleicht mitbekommen: Bei den Solarworld-Schulden gab es einen "haircut". Solarworld stand einer Insolvenz nahe - und verhandelte mit den Gläubigern. Wenn wir Pleite sind, bekommt ihr noch weniger, so war die Argumentationskette.

Die Besitzer der alten Solarworld-Aktien verloren fast alles (naja, natürlich abhängig vom Einstiegskurs!). Die Besitzer der Solarworld-Anleihen und andere Solarworld-Gläubiger verzichteten auf über die Hälfte ihrer Forderungen. Das waren eben besagte 556 Mio. Euro. Im Gegenzug erhielten die Gläubiger dafür neue Solarworld-Aktien. "Debt-to-equity-swap" heißt das auf Neudeutsch: Schulden-zu-Aktien-Tausch, sinngemäß.

Diese 556 Mio. Euro werden beim Ergebnis vor Steuern (EBT) als Gewinn bewertet, entsprechend stand bei EBT für 2014 ein gewaltiges Plus von 574 Mio. Euro. Ohne diesen Gläubigerverzicht von 556 Mio. Euro wäre da nicht so viel übrig geblieben. Ohne diesen Sondereffekt wären es rund 18 Mio. Euro EBT gewesen. Aber immerhin, ohne Minus davor, wie in den Vorjahren!

Und hier noch der Blick auf den Chart:

Chart Aktie Solarworld AG

Chart Solarworld Aktie

Quelle: Finanzen100

Mein Fazit: Im letzten Geschäftsjahr gab es bei Solarworld eine ganze Reihe von Sonderfaktoren. Aber es sieht durchaus so aus, als ob Solarworld den Turnaround geschafft hat. Wichtigster Markt ist nun auch nicht mehr Deutschland - dafür boomen andere Märkte, bei Solarworld sind das insbesondere die USA. Dort ist Solarworld auch mit einem Werk in Hillsboro direkt vor Ort vertreten. Ein günstiges KGV errechnet sich bei der Aktie mangels Gewinn allerdings (noch?) nicht. Ich weise darauf hin, dass ich in den Solarworld-Anleihen investiert bin.

Mit herzlichem Gruß!

Ihr

Michael Vaupel

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