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MÄRKTE EUROPA/"Grexit"-Ängste drücken auf die Kurse

Von Manuel Priego Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)--Griechenland hat Europas Börsen auch am Freitag nicht losgelassen. Nach dem gescheiterten Finanzministertreffen zu Griechenland gingen die Anleger auf Nummer sicher und schlossen offene Handelspositionen vor dem Wochenende. Bis zum Mittag hatte der große Verfall von Optionen und Futures auf Indizes noch stützend gewirkt. Die Anleger waren bemüht, die Kurse über kritischen Niveaus zu halten.

Der DAX verlor 0,5 Prozent auf 11.040 Punkte, der Euro-Stoxx-50 schaffte ein kleines Plus von 0,2 Prozent auf 3.456 Punkte. Zu dem gescheiterten Finanzministertreffen hieß es im Handel, dass eine weitere Chance vertan worden sei. Die Erwartungshaltung war allerdings ohnehin sehr niedrig gewesen.

Doch die Bemühungen, Griechenland in der Eurozone zu halten, gehen weiter. EU-Ratspräsident Donald Tusk hat für Montag einen Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs einberufen. Zuvor werden sich auch die Finanzminister der Euroländer erneut treffen.

Im Handel fragt man sich, ob die Banken in Griechenland am Montag noch einmal öffnen werden. Laut Medienberichten hat die EZB eine Aufstockung der ELA-Nothilfen für den dortigen Bankensektor bewilligt. Die griechischen Nachrichtenagentur ANA-MPA berichtete, dass die Nothilfen um 3,3 Milliarden Euro angehoben wurden.

Optimistisch zeigt sich weiter die Societe Generale (SocGen): "Wir denken, dass eine Übereinkunft bis Ende Juni noch immer erreicht werden kann, aber jegliches Abkommen dürfte sich den Vorschlägen der Gläubiger annähern." Das betreffe vor allem die Rentenreform. Eine Einigung dürfte auch eine Umstrukturierung der griechischen Schulden einschließen, sobald die vereinbarten Reformen in Griechenland in Kraft treten.

Aussagen des RWE-Chefs Peter Terium zu einer möglichen Aufspaltung des Stromkonzerns stützten den Kurs. "Das Projekt ist politisch höchst umstritten wegen der Ausgliederung der Belastungen aus dem Akw-Geschäft", sagte ein Händler. Daher habe sich die Kursreaktion in Grenzen gehalten. Zudem seien die Pläne nicht ganz neu. Für das RWE-Papier ging es gegen den Trend 0,2 Prozent nach oben. E.ON verloren dagegen 1,4 Prozent.

Bei Einzelaktien standen vor allem Umstufungen im Blick. ThyssenKrupp führte die Gewinnerliste im DAX mit einem Plus von 2,4 Prozent an. Hier hatte die Citigroup die Aktien auf "Kaufen" erhöht. Klöckner & Co wurden von Goldman Sachs auf "Buy" nach "Neutral" hochgestuft und machten gleich einen Sprung von 4,7 Prozent. Für Kuka-Aktien ging es immerhin um 1,6 Prozent nach oben. Der Anlagenbauer gab den Verkauf der Werkzeugsparte an Porsche bekannt.

Der Finanzdienstleister Ferratum legte um 2,9 Prozent zu, da er zum 23. Juni als Ersatz für Westgrund in den SDAX aufsteigen darf. Sein Börsendebüt hatte der finnische Anbieter von Kleinkrediten erst am 6. Februar dieses Jahres gegeben.

In Europa stand der portugiesische Banco BPI im Blick. Seine Aktien fielen um 9,1 Prozent, nachdem die spanische Caixabank ihr Übernahmeangebot wieder zurückgezogen hatte. Deren Titel legen um 0,8 Prozent zu.

Am Devisenmarkt kam der Euro auf 1,1335 Dollar zurück. Nach Einschätzung der Societe Generale könnte der Yen der große Gewinner eines "Grexit" werden. Die Analysten ziehen den Yen dem Dollar vor. Der Grund: Der Dollar dürfte angesichts der anstehenden Zinswende in den USA schon bald seinen Status als Finanzierungsinstrument an den Märkten verlieren.

Index                      Schluss-  Entwicklung   Entwicklung  Entwicklung 
                             stand       absolut         in %          seit 
                                                               Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50              3.455,80        +5,35         +0,2%        +9,8% 
Stoxx-50                   3.324,57        +7,96         +0,2%       +10,7% 
Stoxx-600                    385,59        +1,37         +0,4%       +12,6% 
XETRA-DAX                 11.040,10       -60,20         -0,5%       +12,6% 
FTSE-100 London            6.710,45        +2,57         +0,0%        +2,2% 
CAC-40 Paris               4.815,37       +11,89         +0,2%       +12,7% 
AEX Amsterdam                475,43        +2,46         +0,5%       +12,0% 
ATHEX-20 Athen               208,19        +0,41         +0,2%       -21,4% 
BEL-20 Bruessel            3.589,07        +4,96         +0,1%        +9,2% 
BUX Budapest              21.470,94       -58,19         -0,3%       +29,1% 
ISE NAT. 30 Istanbul     100.881,08      +626,52         +0,6%        -5,0% 
OMXC-20 Kopenhagen           940,89        -0,29         -0,0%       +26,4% 
PSI 20 Lissabon            5.583,05       +38,58         +0,7%       +17,1% 
IBEX-35 Madrid            10.944,30       +72,40         +0,7%        +6,5% 
FTSE-MIB Mailand          22.699,37      +239,35         +1,1%       +19,4% 
RTS Moskau                   966,90       -14,92         -1,5%       +22,3% 
OBX Oslo                     571,64        +3,09         +0,5%        +9,2% 
PX Prag                      975,50        +8,12         +0,8%        +3,0% 
WIG-20 Warschau            2.299,35       -35,01         -1,5%        -0,7% 
ATX Wien                   2.431,02       -12,38         -0,5%       +12,5% 
SMI Zuerich                8.867,32       -12,97         -0,1%        -1,3% 
 
DEVISEN  zuletzt   +/- %  Fr, 8.09 Uhr  Do, 17.30 Uhr 
EUR/USD   1,1335  -0,05%        1,1341         1,1414 
EUR/JPY   139,08  -0,43%        139,68         140,19 
EUR/CHF   1,0439  -0,22%        1,0462         1,0481 
USD/JPY   122,70  -0,39%        123,19         122,83 
GBP/USD   1,5867   0,03%        1,5863         1,5896 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

June 19, 2015 12:14 ET (16:14 GMT)

Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.

© 2015 Dow Jones News
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