Der Technologie- und Rüstungskonzern Jenoptik
Die Aktie verlor bis zum Mittag um 7,5 Prozent und war damit schwächster Wert im TecDax. Experte Thomas Rau von der Investmentbank Equinet strich nach der jüngsten Kursrally seine Empfehlung und bewertet die Papiere des Technologie- und Rüstungskonzern nun neutral. Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank bezeichnete die Zahlen zum dritten Quartal als "solide".
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blieben herausfordernd,
sagte Unternehmenschef Michael Mertin während einer
Telefonkonferenz. Die Nachfrage aus der
Halbleiterausrüstungsindustrie stagniere und es gebe immer noch
staatliche Regulierungen beim Export. Zudem habe sich die Stimmung
in der Eurozone kaum verbessert und China schwächele. Hinzu käme der
VW
Im dritten Quartal kletterten die Erlöse um gut ein Viertel auf 171,5 Millionen Euro. Damit summierte sich der Umsatz In den ersten neun Monaten auf 487,7 Millionen Euro und erreichte damit den höchsten Wert der letzten Jahre. "Wir haben in allen drei Segmente mehr Umsatz generiert", sagte Mertin. Dabei liefen vor allem die Geschäfte mit Energie- und Sensorsystemen deutlich besser. Hier profitierte das Unternehmen von einem Großauftrag zur Ausrüstung des Patriot-Raketenabwehrsystems.
Aber auch das Geschäft etwa mit Laseranlagen im Segment Laser & Optische Systeme lief weiterhin gut. Zudem legten die Umsätze für Verkehrssicherheitssysteme, die zur Messtechnik-Sparte gehört, in Europa dank der jüngsten Zukäufe deutlich zu. Im vergangenen November hatte Jenoptik die Mehrheit am britischen Verkehrstechnikhersteller Vysionics übernommen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte von Juli bis Ende September um 28,3 Prozent auf 17,7 Millionen Euro zu. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 13,9 Millionen Euro. Das war gut ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor./mne/jha/fbr
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AXC0150 2015-11-11/12:40
