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MÄRKTE USA/China-BIP dürfte belasten - Oprah gibt Weight Watchers Gewicht

NEW YORK (Dow Jones)--Leicht im Minus dürfte die Wall Street am Montag in den Handel starten. Die Futures auf die US-Indizes geben 0,4 Prozent nach. Im Blick steht dabei eine Zahl: das BIP-Wachstum Chinas im dritten Quartal von 6,9 Prozent zur Vorjahreszeitraum. Einerseits liegt der Wert etwas über der Prognose von 6,8 Prozent, andererseits wird das Erreichen des Wachstumsziels von 7 Prozent für das Gesamtjahr 2015 damit unwahrscheinlicher.

Die asiatischen Märkte zeigten sich überwiegend nur mit kleinen Veränderungen nach oben oder unten, während die europäischen Börsen im Plus liegen. "Der Rückgang beim chinesischen BIP-Zuwachs unter 7 Prozent war weitgehend erwartet worden", sagt Marktstratege Nour Al-Hammoury von ADS Securities. Überraschend sei allerdings die Verlangsamung bei der chinesischen Industrieproduktion gewesen, die ebenfalls am Montag publiziert wurde.

Furore macht an der Börse der Einstieg von Oprah Winfrey bei Weight Watchers. Für die Aktie geht es vorbörslich um über 50 Prozent nach oben. Die einflussreiche US-Talkshow-Legende und Unternehmerin übernimmt 10 Prozent der Anteile an dem Anbieter von Konzepten zur Gewichtsreduktion und erhält die Option auf weitere 5 Prozent. Sie wird Mitglied im Board of Directors. Winfrey, die nach eigenen Angaben selbst mit Gewichtsproblemen kämpft, nimmt überdies am Weight-Watchers-Programm teil. Weight Watchers erhofft sich vom Einstieg Winfreys die Trendwende. Das Unternehmen leidet unter schwindenden Mitgliederzahlen seiner Diätprogramme; die Aktie hat seit Jahresbeginn gut 70 Prozent ihres Werts abgenommen.

Für die Diebold-Aktie geht es vorbörslich um 3,3 Prozent aufwärts. Der Spezialist für Selbstbedienungsautomaten befindet sich in Gesprächen mit der deutschen Wincor Nixdorf wegen eines Zusammenschlusses. Das in Aussicht gestellte Gebot in bar und Aktien soll einem Wert von 52,50 Euro je Wincor-Nixdorf-Aktie entsprechen. Die Fusion hätte damit ein Volumen von 1,7 Milliarden Euro.

Vor Börsenstart hat Morgan Stanley über das dritte Quartal berichtet. Einnahmen und Gewinn der Bank verfehlten die Erwartungen des Marktes. Das drückt die Aktie um fast 6 Prozent.

Wichtige US-Konjunkturdaten sind für Montag nicht angekündigt. Einen Impuls könnte im späteren Verlauf der Sitzung der Präsident der Fed von Richmond Jeffrey Lacker liefern, der sich gegen 18.00 Uhr deutscher Zeit äußern wird.

Die Kurse der US-Staatsanleihen geben leicht nach, trotz der sich abzeichnenden Verluste an den Aktienmärkten. Im Gegenzug steigt die Rendite zehnjähriger Treasurys um 3 Basispunkte auf 2,05 Prozent.

Am Devisenmarkt legt der Dollar nach den chinesischen BIP-Daten zu. Der Euro sinkt auf gut 1,1330 Dollar. Im Tageshoch hatte er 1,1380 Dollar gekostet.

Der Ölpreis fällt in Reaktion auf die China-Daten zurück. Auch wenn sich das Wachstum der Wirtschaft im Reich der Mitte nicht ganz so stark verlangsamt hat wie erwartet, ist doch eine geringere Nachfrage nach Öl und anderen Rohstoffen zu befürchten.

Gewinnmitnahmen drücken unterdessen den Goldpreis. Die Feinunze ermäßigt sich um rund 10 Dollar auf 1.173.

DEVISEN  zuletzt   +/- %  Mo, 8.00 Uhr  Fr, 17.38 Uhr 
EUR/USD   1,1333  -0,33%        1,1370         1,1354 
EUR/JPY   135,30  -0,24%        135,62         135,77 
EUR/CHF   1,0827  -0,21%        1,0850         1,0828 
USD/JPY   119,39   0,10%        119,27         119,55 
GBP/USD   1,5487   0,26%        1,5448         1,5438 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz/cln/smh

(END) Dow Jones Newswires

October 19, 2015 08:16 ET (12:16 GMT)

Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.

© 2015 Dow Jones News
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