Der Euro hat sich am Donnerstag nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed nur leicht von seinen starken Verlusten vom Mittwochabend erholt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,0940 US-Dollar und damit etwas mehr am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochmittag auf 1,1085 (Dienstag: 1,1061) Dollar festgesetzt.
Seit Mittwochabend ist der Dollar gegenüber vielen Währungen auf dem Vormarsch. Ausschlaggebend ist der Zinsentscheid der Fed: Zwar setzt diese ihre jahrelange Nullzinspolitik zunächst fort. Mit Verweis auf die nächste Zinssitzung Mitte Dezember lässt die Fed die Tür für eine erste Zinsanhebung nach der Finanzkrise aber offen. Der Euro verlor eineinhalb Cent an Wert.
Nach wie vor knüpft die Fed ihre Entscheidung im Dezember aber an die konjunkturelle Entwicklung. Ein erster Test, wie wahrscheinlich die Zinswende ist, steht deshalb schon am heutigen Donnerstag an. Die US-Regierung veröffentlicht erste Zahlen zum Wirtschaftswachstum im dritten Quartal. Es wird damit gerechnet, dass das Wachstum, belastet durch einen schwachen Außenhandel und einen deutlichen Lagerabbau der Unternehmen, deutlich abbremst./bgf/fbr
ISIN EU0009652759
AXC0056 2015-10-29/08:11
