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Steigende Produktionsmengen, operative Hebelwirkung und der Goldpreis könnten zusammen neue Impulse setzen
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MÄRKTE EUROPA/Börsen kommen am Nachmittag zurück

Von Manuel Priego-Thimmel

FRANKFURT--(Dow Jones)--Ohne fundamentale Nachrichten legen Europas Börsen am Mittwochnachmittag den Rückwärtsgang ein. Der DAX steigt 0,4 Prozent auf 10.025 Punkte - im Tageshoch hatte der Index noch bei 10.112 gestanden. Für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,3 Prozent auf 3.042 nach unten. Händler verweisen auf die dünnen Umsätze an den Börsen. Auch stünden viele Aktienindizes vor wichtigen charttechnischen Hürden. Übergeordnet sei die Stimmung aber nicht schlecht.

Am Devisenmarkt gerät der Euro unter leichten Abgabedruck und rutscht auf 1,1180 Dollar ab. Als belastend erweisen sich recht "falkenhafte" Aussagen des grundsätzlich als sehr "taubenhaft" bekannten Präsidenten der Chicago Fed, Charles Evans. Evans hatte erklärt, dass zwei Zinserhöhungen in den USA im laufenden Jahr durchaus angebracht seien. Das reiche natürlich noch nicht aus um ein totales Umdenken am Devisenmarkt auszulösen, so die Commerzbank. "Aber steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein", so die Analysten.

Die Krisenwährung Gold kommt am Mittwoch kräftig zurück und fällt 2,2 Prozent auf 1.220 Dollar je Feinunze. Gold war am Vortag nach den Terror-Attacken in Brüssel kurzfristig über 1.250 Dollar gestiegen. Neben der Entspannung an den Märkten drückt auch der steigende Dollar auf den Goldpreis.

Negative Nike-Zahlen perlen an Adidas ab 
 

Nike hat für das dritte Geschäftsquartal ein starkes Ergebnis vorgelegt, beim Umsatz aber enttäuscht. Der weltgrößte Sportartikelhersteller steigerte den Umsatz um 7,7 Prozent auf rund 8,03 Milliarden Dollar. Das ist weniger, als Analysten mit 8,2 Milliarden Dollar erwartet hatten. Auch die Vorbestellungen (Future Orders) trafen trotz 12 Prozent Plus nicht die sehr hohen Erwartungen der Wall Street. Adidas zeigen sich davon aber unberührt - das Papier gewinnt 1,3 Prozent.

Positiv für die Aktien der Credit Suisse werten Händler das Update der Bank zu ihrem Investmentbanking. Vor allem das deutlich erhöhte Einsparziel komme gut an, sagt ein Händler. Die Bank erhöht ihr Ziel bei Kostensenkungen bis 2018 von 3,5 auf 4,3 Milliarden Franken. Zudem seien die Abschreibungen im ersten Quartal deutlich geringer als im Vorquartal ausgefallen. Auch die risikogewichteten Aktiva sollen stärker zurückgefahren werden als bislang angekündigt. Für die Aktie geht es um 1,6 Prozent nach oben.

Norma hebt Dividende an - Ausblick vorsichtig 
 

Der Verbindungstechnikspezialist Norma erhöht nach dem Gewinnwachstum im vergangenen Jahr seine Dividende. Der Hauptversammlung soll eine Ausschüttung von 0,90 Euro je Aktie vorgeschlagen werden, das sind 15 Cent mehr als im Vorjahr. Auf das laufende Jahr blickt Norma mit Zuversicht. Die von Norma in Aussicht gestellte unveränderte EBITA-Marge von 17,5 Prozent treffe die Markterwartung von 18 Prozent aber nicht ganz, heißt es. Die Aktie verliert 2,7 Prozent.

Für die Leoni-Aktie geht es sogar 6,6 Prozent nach unten. Nach einem "enttäuschenden Jahr" hat das Unternehmen die Dividende auf 1 Euro von 1,20 Euro gesenkt. Die Aixtron-Aktie macht dagegen einen Satz von 14,1 Prozent. Equinet hat das Papier auf "Accumulate" von "Neutral" erhöht. Die Analysten verweisen auf die ersten positiven Nachrichten zur fortschreitenden Marktreife der OLED-Technologie. Aixtron habe 70 Prozent seiner massiven Ausgaben für Forschung und Entwicklung in die OLED-Technologie gesteckt.

Senvion mit Börsendebüt 
 

Der Windanlagenbauer Senvion kommt im zweiten Anlauf an die Börse. Der erste Kurs lag bei 16 Euro, aktuell handelt der Wert bei 16,03 Euro. Damit liegt er knapp über dem Emissionspreis von 15,75 Euro. Die Preisspanne hatte zwischen 15,50 bis 17,00 Euro je Aktie gelegen. Senvion, die ehemalige Repower Systems, hatte am Montag überraschend bekannt gegeben, nun doch an die Börse zu gehen.

INDEX                zuletzt  +/- %  absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50       3.033,94  -0,57   -17,29      -7,15 
Stoxx-50            2.814,78  -0,33    -9,22      -9,21 
DAX                10.002,38   0,12    12,38      -6,89 
MDAX               20.181,93  -0,03    -6,04      -2,85 
TecDAX              1.610,82   0,47     7,60     -12,01 
SDAX                8.828,17   0,75    66,10      -2,97 
FTSE                6.179,66  -0,21   -13,08      -1,00 
CAC                 4.406,43  -0,58   -25,54      -4,97 
 
Bund-Future           162,43            -326       4,26 
 
DEVISEN         zuletzt      +/- %  Mi, 8.22 Uhr  Di, 17.20 Uhr  +/- % YTD 
EUR/USD          1,1181     -0,02%        1,1184         1,1215      +3,0% 
EUR/JPY          125,98     +0,34%        125,56         125,48      -1,2% 
EUR/CHF          1,0888     -0,23%        1,0913         1,0897      +0,1% 
GBP/EUR          1,2630     -0,37%        1,2677         1,2670      -7,0% 
USD/JPY          112,69     +0,38%        112,26         111,88      -4,0% 
GBP/USD          1,4122     -0,38%        1,4176         1,4209      -4,2% 
 
ROHOEL          zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD  +/- % YTD 
WTI/Nymex         40,39      41,45         -2,56          -1,06      +1,0% 
Brent/ICE         41,00      41,79         -1,89          -0,79      +3,2% 
 
METALLE         zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD  +/- % YTD 
Gold (Spot)    1.218,47   1.247,82         -2,4%         -29,35     +14,9% 
Silber (Spot)     15,25      15,85         -3,8%          -0,60     +10,3% 
Platin (Spot)    961,50     991,75         -3,1%         -30,25      +7,9% 
Kupfer-Future      2,24       2,29         -1,9%          -0,04      +4,8% 
 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

March 23, 2016 11:06 ET (15:06 GMT)

Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.

© 2016 Dow Jones News
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