FRANKFURT (dpa-AFX) - Hugo Boss
Am Nachmittag legte die Aktie um 3,07 Prozent auf 55,67 Euro zu.
Damit war sie einer der besten Wert im starken MDax
Die Metzinger kündigten ungeachtet des Ergebnisrückgangs und trüber Aussichten an, für 2015 wie im Vorjahr eine Dividende von 3,62 Euro je Aktie zu zahlen. Ob sich der Konzern diese Großzügigkeit auch in Zukunft leisten kann, hält Analyst Christian Schwenkenbecher von der Privatbank Hauck & Aufhäuser indes für zweifelhaft.
Allerdings stützten die derzeitigen Selbsthilfe-Maßnahmen die traditionell starke Barmittelschöpfung des Unternehmens und damit auch die Gewinnbeteiligung der Aktionäre, räumte Schwenkenbecher ein. Überdies sei die Aktie angesichts des Abschlags zur Branche nicht anspruchsvoll bewertet. Boss tritt angesichts schwächelnder Geschäfte in den USA und China auf die Bremse und will bestehende Filialen schließen sowie weniger neue eröffnen als bisher geplant.
Zu den weiteren Geschäftsaussichten äußerten sich die Experten zurückhaltend. Der bestätigte Jahresausblick, der einen bis zu zehnprozentigen operativen Ergebnisrückgang beinhaltet, sei erwartungsgemäß schwach, kommentierte Analyst Mark Josefson von der Investmentbank Equinet. Sein Kollege Volker Bosse von der Baader Bank betonte, das Unternehmen stehe vor strukturellen Problemen durch den schwankungsreichen Modemarkt und interne Herausforderungen.
Dazu gehört auch die Suche nach einem Nachfolger für den Ende Februar zurückgetretenen Chef Claus-Dietrich Lahrs. Zur Neubesetzung des Postens ließ sich der Vorstand nichts entlocken. So lange ein neuer Chef fehle, seien kaum Aussagen zur mittelfristigen Geschäftsentwicklung und zur Strategie zu erwarten, glaubt Thierry Cota von der französischen Großbank Societe Generale./gl/das
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AXC0187 2016-03-10/14:48
