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03.03.2016 | 08:17
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Vaupels Klartext·Mehr Nachrichten von Vaupels Klartext

Liebe Leserin, lieber Leser,

derzeit liegt ein Übernahmeangebot für den Schweizer Agrarchemie-Experten Syngenta vor:

"Die Chinesen" = China National Chemical (kurz: "ChemChina") bieten 480 Franken in Bar für jede Syngenta Aktie. Das Management von Syngenta hat das Angebot als willkommen bezeichnet.
Wie in solchen Fällen üblich, sollte der Kurs der Aktie dann schnell in Richtung des Angebots springen. Wo steht also der Syngenta-Kurs? Deutlich darunter! Gestern ging er mit 404,00 Franken aus dem Schweizer Handel. Entsprechend gestern die letzte Kursstellung in Euro bei Tradegate bei 373,648 Euro.

Damit notiert der Kurs von Syngenta rund 18,8% unter der Höhe des Angebots.

Wie kann das sein?

Offensichtlich gehen viele Marktteilnehmer(innen) nicht davon aus, dass die Übernahme erfolgreich sein wird. Sie erinnern sich daran, dass letztes Jahr Monsanto ebenfalls Syngenta übernehmen wollte - was dann aber gescheitert war.

Allerdings: Damals war das Management von Syngenta gegen diese Übernahme und äußerte das auch explizit so. Diesmal ist das Syngenta-Management 180 Grad anders eingestellt und befürwortet die Übernahme.

Ein Wörtchen mitreden können die USA. Denn da Syngenta dort einen Teil seiner Umsätze erzielt, kann im Fall der Bedrohung der nationalen Sicherheit eine Übernahme untersagt werden (sinngemäß - ich bin kein Jurist). Und manchmal zeigt sich die US-Behörde sensibel, wenn es darum geht, dass chinesische Staatskonzerne in sensible Bereiche einsteigen. Eine entsprechende Entscheidung soll spätestens bis zum Spätsommer vorliegen.

Folgende drei Szenarien sehe ich also (Zeitraum ca. 6 Monate):

  1. Es gibt keinen Gegenwind von Seiten der USA. Dann könnte die Übernahme wie geplant über die Bühne gehen - und es gibt für die Syngenta-Aktionäre 480 Franken in Bar von den Chinesen. Zudem soll auf der regulären Hauptversammlung eine Ausschüttung von 11 Franken je Aktie beschlossen werden.
  2. Es gibt Gegenwind von Seiten der USA. Dann könnte die ganze Übernahme durch "ChemChina" platzen. Da aber der Syngenta-Kurs im Zuge der Übernahmepläne gar nicht besonders angestiegen ist (Ultimo 2015 stand der Kurs bei rund 368 Euro - da war von den ChemChina-Plänen nichts bekannt), droht dann nicht zwangsläufig (möglich ist natürlich alles) ein starker Rückfall. Vom inneren Wert her sehe ich die Aktie auf dem aktuellen Niveau relativ fair bewertet. Agrarchemie ist in Zeiten wachsender Weltbevölkerung und sinkender Agrarflächen schließlich ein so lukratives wie wachsendes Geschäft.
  3. Es gibt noch eine dritte Möglichkeit: Und zwar gibt es Gerüchte, dass Monsanto noch einmal ein Angebot machen könnte - möglicherweise zusammen mit BASF. Ob da etwas dran ist, wer weiß das schon. Die Erfahrung zeigt jedenfalls, dass ein "Bieterwettstreit" für die Aktionäre des Unternehmens, um das geboten wird, tendenziell erfreulich ist. Denn die Bieter könnten den Preis hochtreiben…

Diese drei Szenarien sehe ich für die nächsten Monate bei Syngenta. Zwei davon wären für den Kurs der Aktie positiv - eines leicht negativ bis neutral.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich selber aufgrund der oben beschriebenen Gedanken in der Aktie investiert bin.

Mit freundlichem Gruß!

Ihr

Michael Vaupel


© 2016 Vaupels Klartext