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MÄRKTE EUROPA/DAX nach EZB-Entscheid wieder kräftig im Plus

Von Michael Denzin

FRANKFURT (Dow Jones)--Kräftig aufwärts geht es am Freitagvormittag mit Europas Aktienmärkten. Sämtliche Branchen notieren deutlich im Plus, Hauptgewinner des EZB-Entscheids vom Vortag ist der Banken-Sektor mit plus 3 Prozent. Auch der scharfe Euro-Anstieg relativiert sich wieder und belastet damit den Gesamtmarkt nicht mehr: Er fällt auf 1,1121 Dollar zurück, nachdem er am Vortag in der Spitze über 1,12 Dollar geklettert war. Der DAX steigt um 2,2 Prozent auf 9.704 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legt um 2,5 Prozent zu auf 3.044 Punkte.

Neubewertung der EZB-Geldschwemme im Fokus 
 

Die EZB hatte am Donnerstag zwar die Geldpolitik stärker als erwartet gelockert. Zugleich deutete EZB-Präsident Mario Draghi allerdings an, dass den aktuellen Zinssenkungen vermutlich keine weitere folgen werden. Am Markt wurden die Aussagen dahingehend interpretiert, dass die EZB an ihrem geldpolitischen Limit angekommen sei. Zahlreiche Volkswirte kritisierten die EZB danach massiv wegen ihrer Nebeneffekte wie einer möglichen Blase am Immobilienmarkt.

Die Devisenanalysten der Commerzbank vermuten hinter dem EZB-Paket ohnehin andere Intentionen: Mit dem vorgeblichen Ziel, die Inflation im Euroraum zu erhöhen habe es nichts zu tun. Stattdessen sollten notleidende Banken alimentiert werden, die sonst keinen Zugang zum Kapitalmarkt hätten.

Banken klarer Profiteur der EZB-Politik 
 

Als Profiteure der EZB-Entscheidung werden daher mittelfristig vor allem Banken gesehen. Das geldpolitische Lockerungspaket der EZB sei insgesamt positiv für die Branche zu werten. Zwar hat die EZB den Einlagensatz um weitere 10 Basispunkte auf minus 40 Basispunkte gesenkt, was tendenziell negativ für den Sektor ist. Jedoch hat sie zugleich den Hauptrefinanzierungssatz sowie den Spitzenrefinanzierungssatz gesenkt.

Zusammen mit der Ankündigung zusätzlicher Langfristtender (TLTRO) mit negativen Zinssätzen entspricht dies letztlich einer Finanzhilfe für den Bankensektor. "Kurz gesagt bekommen die Banken jetzt Geld dafür, wenn sie sich Geld bei der EZB leihen", sagt ein Händler. Vor allem Bank-Aktien aus Südeuropas Peripherie profitieren wie erwartet davon. So legen Unicredit und Intesa Sanpaolo um bis zu 6 Prozent zu. Auch Portugals Institute gewinnen über 4 Prozent. Für französische Investmentbanken wie BNP Paribas geht es 4,2 Prozent nach oben. Auch im DAX legen Commerzbank (+4,5 Prozent) und Deutsche Bank (+4,4 Prozent) kräftig zu.

Selbst bei den Versicherern steigt der Stoxx-Branchen-Index um 2,5 Prozent, obwohl sich ihr Anlageproblem zu den niedrigen Zinsen weiter verschärft. Unter anderem steigen Aviva und ING Groep um 4,4 Prozent. Für Munich Re geht es um 2,6 Prozent nach oben.

Auch VW-Aktien erholen sich um 2,6 Prozent und schütteln damit neue negative Berichte über die Abgasmanipulation ab. Allerdings zeigt sich der gesamte Sektor in Rallylaune und legt um 2,5 Prozent zu. Hauptgewinner sind BMW und Fiat mit je 3,5 Prozent Aufschlag. Fresenius profitieren von einer Hochstufung durch Barclays, die den Wert laut Händlern auf "Overweight" angehoben haben. Die Aktie steigt um 2,4 Prozent.

=== 
INDEX            zuletzt      +/- %       absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50   3.044,33       2,48         73,55          -6,83 
Stoxx-50        2.848,12       1,97         54,96          -8,13 
DAX             9.704,12       2,17        205,97          -9,67 
MDAX           19.552,11       2,07        396,29          -5,88 
TecDAX          1.592,02       1,62         25,37         -13,04 
SDAX            8.454,30       1,68        139,67          -7,08 
FTSE            6.133,65       1,61         96,95          -1,74 
CAC             4.451,87       2,33        101,52          -3,99 
 
Bund-Future       161,78                     -391           3,85 
 
DEVISEN          zuletzt      +/- %  Fr, 8.24 Uhr  Do, 17:31 Uhr  +/- % YTD 
EUR/USD           1,1121     -0,31%        1,1156         1,1169      +2,4% 
EUR/JPY           126,57     -0,23%        126,86         126,42      -0,7% 
EUR/CHF           1,0983     -0,19%        1,1004         1,1017      +1,0% 
GBP/EUR           1,2832     +0,33%        1,2790         1,2799      -5,5% 
USD/JPY           113,79     +0,06%        113,73         113,19      -3,1% 
GBP/USD           1,4271     +0,02%        1,4268         1,4293      -3,2% 
 
ROHOEL           zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD  +/- % YTD 
WTI/Nymex          38,56      37,84          1,90           0,72      -1,5% 
Brent/ICE          40,64      40,05          1,47           0,59      +2,3% 
 
METALLE          zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD  +/- % YTD 
Gold (Spot)     1.263,64   1.279,50         -1,2%         -15,86     +19,1% 
Silber (Spot)      15,52      15,65         -0,8%          -0,13     +12,3% 
Platin (Spot)     977,00     981,50         -0,5%          -4,50      +9,6% 
Kupfer-Future       2,24       2,22         +1,1%          +0,03      +5,1% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 11, 2016 04:17 ET (09:17 GMT)

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