(Wiederholung)
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
DEUTSCHE BANK - Der Deutschen Bank läuft die Zeit davon, ihren Aufsichtsrat auf das rechtlich notwendige Maß aufzustocken. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat das zuständige Registergericht Frankfurt der Deutschen Bank daher eine Frist gesetzt. Wenn die Bank bis kommenden Freitag (15. Juli) keinen Nachfolger für Georg Thoma, den Ende Mai ausgeschiedenen Aufsichtsrat und Vorsitzenden des Integritätsausschusses, vorschlägt, muss das Gericht selbst einen Aufsichtsrat benennen. Dem Vernehmen nach hat die Bank inzwischen zwar einen Nachfolger gefunden, den sie dem Gericht in den kommenden Tagen nennen kann, eine solche Frist ist gleichwohl ungewöhnlich. (Süddeutsche Zeitung)
SIEMENS - Der Münchener Elektrokonzern Siemens holt einen Turbinen-Großauftrag im Königreich Saudi-Arabien gegen heftiges Werben seines US-Dauerrivalen General Electric. Jetzt soll Siemens für 500 Millionen Euro Gasturbinen liefern. Zuvor wurde ein Auftrag in Ägypten gewonnen. Das stärkt vor allem den Industriestandort Berlin. (Handelsblatt S. 21)
DEUTSCHE BÖRSE - Bis Dienstag können sich die Aktionäre der Deutschen Börse entscheiden, ob sie bei der Fusion mit der London Stock Exchange mitmachen wollen. Doch Börsenchef Carsten Kengeter hat schon die nächste Hürde im Blick. Um auch Politik und Aufsicht von den Vorzügen der Börsenhochzeit zu überzeugen, spielt Kengeter offenbar die Standortkarte. Insidern zufolge will er das lukrative Geschäft mit der Verrechnung von Euro-Transaktionen nach Frankfurt holen: "Mit der Fusion kann Frankfurt zum Zentrum für das Clearing von Euro-Transaktionen werden", heißt es in Finanzkreisen. Die Deutsche Börse wollte den Vorgang nicht kommentieren. (Handelsblatt S. 28)
THYSSENKRUPP - Thyssen-Krupp und die indische Tata-Gruppe wollen die Pläne für eine Fusion ihrer europäischen Stahlsparten vorantreiben. Der Konzern aus Essen beendete am Wochenende ein monatelanges Versteckspiel und bestätigte die Gespräche mit Tata. Spekulationen darüber gibt es schon seit dem Frühjahr. (FAZ S. 21)
UPS - Drohender Protektionismus, Fusionen unter Wettbewerbern und Konkurrenz durch den Großkunden Amazon bereiten dem Express-Transporteur UPS Sorgen. Mark Wallace, Chef des operativen Geschäfts von UPS, hofft, dass TPP - das Freihandelsabkommen zwischen Asien und Amerika - vom Kongress bestätigt wird. Das soll nach den Wahlen im November passieren. Freihandel gehört zu UPS wie das Porto auf einem Päckchen. Die Globalisierung verhalf dem 1907 gegründeten Unternehmen zur heutigen Größe von 58 Milliarden Dollar Umsatz. (Handelsblatt S. 14)
BOEING - Seit Januar verzeichnen die US-Flugzeugbauer Boeing mehr Bestellungen und mehr Auslieferungen. Doch wie die Flugmesse von Farnborough zeigen wird, müssen sich die beiden großen Hersteller Boeing und Airbus auf geringere Nachfrage einstellen. (FAZ S. 24)
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July 11, 2016 01:55 ET (05:55 GMT)
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