Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
BAYER - Drei Monate ringt der Pharmakonzern Bayer nun schon um die Übernahme von Monsanto. Jetzt kommt wieder Bewegung in die zuletzt stockenden Gespräche mit dem Management des US-Saatgutkonzerns. Die entscheidende Phase scheint erreicht. In den nächsten Wochen, so erwartet man es im Umfeld Bayers, wird Vorstandschef Werner Baumann eine Entscheidung treffen: nämlich jene, ob eine friedliche Einigung noch erzielt werden kann - oder ob Bayer doch alternative Wege gehen muss. Baumann ist äußerst interessiert an einer partnerschaftlichen Lösung. Sollte eine Einigung jedoch scheitern ist die Bayer-Führung aber offenbar auch bereit, sich direkt an die Monsanto-Aktionäre zu wenden, heißt es in Konzernkreisen. (Handelsblatt S. 1)
STADA - Nach dem endgültigen Abgang des Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff erweitert der Arzneikonzern Stada eventuell das Führungsgremium. Wie ein Sprecher des Aufsichtsrats am Montag auf Anfrage der FAZ sagte, ist künftig ein Quartett möglich statt der bisher drei Vorstandsmitglieder: "Der Weg ist jetzt frei für eine Erweiterung des Vorstandes." (FAZ S. 29/Handelsblatt S. 23)
LPKF - Der Laserspezialist LPKF kommt in die Gewinnzone zurück, allerdings werden wir "noch hart arbeiten müssen", sagte Konzernchef Ingo Bretthauer in einem Interview. Gleichzeitig dementierte er Übernahmegerüchte. Sie entbehren jeder Grundlage, sagte er. (Börsen-Zeitung S. 12)
ARAG - Das Geschäft mit Lebensversicherungen bereitet angesichts der niedrigen Zinsen vielen Versicherungsvorständen Bauchschmerzen. Der Vorstandsvorsitzende und Inhaber der Arag, Paul-Otto Faßbender, sagte Mitte Juni: "Wir prüfen alle Möglichkeiten, die sich bieten." Die Lebensversicherung stehe zur Disposition - auch den Verkauf an eine Abwicklungsplattform schloss er nicht aus. Inzwischen ist das Unternehmen etwas weiter. Der spezialisierte Branchendienst "Versicherungsmonitor" berichtete am Montag, der Verkauf stehe unmittelbar bevor. "Wir führen Verkaufsgespräche", bestätigte ein Unternehmenssprecher der FAZ. Wichtig war ihm zu betonen, dass davon weder die profitable Krankenversicherungssparte noch der Standort München betroffen sein würden. (FAZ S. 27)
NESTLE - Das politisch-gesellschaftliche Umfeld könnte kaum schwieriger sein. Doch Luis Cantarell, Europachef des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé, zeigt sich entspannt. Er will trotzdem langfristig agieren, sagte er in einem Interview. Von kurzfristigen Krisen lasse sich die Nesté-Führung nicht von ihren Investitionsplänen abbringen. (Börsen-Zeitung S. 11)
TELEKOM AUSTRIA - Das Herz von Alejandro Plater schlägt für die Telekommunikationsindustrie - aber nicht für Österreich. Das ist ungewöhnlich für den Vorstandschef eines Ex-Staatskonzerns wie Telekom Austria. Seit eineinhalb Jahren steht Plater an der Spitze des österreichischen Unternehmens, das auch in Osteuropa aktiv ist. Der Manager will das Unternehmen internationaler ausrichten. Wir brauchen mehr Diversifikation sowohl bei der Herkunft, bei der Ausbildung, der Berufserfahrung als auch beim Geschlecht", sagt Alejandro Plater im Gespräch mit dem Handelsblatt in Wien. "Diesen Umbau habe ich bereits in Angriff genommen." In der Zentrale stößt der Manager aber auf wenig Gegenliebe. (Handelsblatt S. 16)
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August 16, 2016 00:23 ET (04:23 GMT)
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