Anzeige
Mehr »
Samstag, 14.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
20 Mio. € Bewertung. Zwei zugelassene Psychedelika-Produkte. NASDAQ-Uplist in Arbeit.
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Ethische Rendite
1.075 Leser
Artikel bewerten:
(4)

Solarworld: Das Urteil im kleinen Prozess ist da!

Liebe Leserin, lieber Leser,

soviel direkt vorab, damit keine Missverständnisse aufkommen: Es geht in diesem Beitrag nicht um den „großen“ Solarworld-Prozess, bei dem es um die Schadensersatzforderung von Hemlock von zuletzt gut 793 Mio. Dollar inkl. Zinsen geht.

Solarworld-Aktie

Chart Solarworld Aktie

Dazu läuft noch das Verfahren in der zweiten Instanz. Aber es gab noch ein kleines weiteres Verfahren: Und zwar hatte Hemlock zusätzlich von Solarworld laut dem mir vorliegenden Urteil 3.625.343,85 Dollar als Ersatz für Auslagen gefordert. Da soll es im Wesentlichen um die Anwaltskosten gehen, die Hemlock von Solarworld zusätzlich zur Schadensersatzforderung erstattet bekommen möchte. Solarworld hatte sich dem Schreiben zufolge nicht grundsätzlich geweigert, Hemlock diese Auslagen zu erstatten, doch sei die Höhe dieser Forderung überzogen. Man biete 573.484,00 Dollar für die Anwaltskosten sowie 52.793,00 Dollar für weiteren Kosten, also rund 3 Milliönchen weniger. Und genau in Bezug auf diese Forderung von Hemlock hat der zuständige Richter nun das Urteil gefällt. Und, wie ist dieses Urteil ausgefallen?

Dazu möchte ich anmerken, dass es sich um denselben Richter handelt, der auch das erstinstanzliche Urteil in Bezug auf die „große“ (= gut 793 Mio. Dollar) Forderung von Hemlock an Solarworld gesprochen hatte. Das hatte ich ausführlich kommentiert, siehe das frei zugängliche "Archiv" auf meiner Seite www.vaupels-boersenwelt.de. Zurück zum Richter:

Der Mann gefällt mir. Denn er hat sich die Mühe gemacht, die Forderung von 3.625.343,85 Dollar akribisch im Hinblick auf mögliche „Überzogenheit“ zu untersuchen. Dabei habe ich u.a. gelernt, was Top-Rechtsanwälte in den USA verdienen. So soll einer der beiden Partner der zuständigen Rechtsanwaltskanzlei 955 bis 1.095 Dollar pro Stunde in Rechnung gestellt haben. Der andere war da ja regelrecht bescheiden mit Stundensätzen von 750 bis 885 Dollar. Das mir vorliegende Urteil ist insgesamt 27 Seiten lang und geht die Angemessenheit der genannten Kosten systematisch durch.

Ein Beispiel: Solarworld verweist auf eine Besprechung in London. Dort habe ein Rechtsanwalt von Hemlock gesprochen – doch zwei weitere seien anwesend gewesen und alle hätten ihren Stundensatz berechnet. Der Richter meint da im Urteil zunächst, da wäre das Gericht auch skeptisch. Und die Stärke des Richters zeigt sich hier: Wieviele Anwälte habe denn Solarworld vor Ort gehabt? Aha, auch drei? Dann seien die Kosten für die drei Anwälte der Gegenseite wohl genau deshalb doch angemessen.

Das Urteil lautet schließlich so: Solarworld muss Hemlock Kosten in Höhe von 3,572,663.60 Dollar erstatten. Das sind exakt 52.680,25 Dollar weniger als von Hemlock gefordert. Ob sich der ganze Aufwand für Solarworld gelohnt hat? Ich denke gerade über diesen Aspekt nach: Wenn ich mit jemandem verhandle, der 793 Mio. Dollar fordert, und eine Einigung erzielen möchte…ist es dann sehr hilfreich, wenn ich mich wegen einigen Zehntausend Dollar streite? Schön und gut, Solarworld hat nun 52.680,25 Dollar weniger zahlen müssen. Doch nicht, dass es am Ende so läuft wie in diesem alten deutschen Sprichwort: Den Pfennig haben wir sicher – die Mark geht den Bach runter. Ich bin mir bewusst, dass ich über den derzeitigen Stand der Verhandlungen im „großen“ Prozess nichts weiß. Ich weise darauf hin, dass ich bei Solarworld investiert bin.

Mit herzlichem Gruß!

Ihr

Michael Vaupel

Diplom-Volkswirt

© 2016 Ethische Rendite
Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau in dieses neue Marktbild passen: solide, günstig bewertet und mit attraktiver Dividende. Werte, die nicht nur laufende Erträge liefern, sondern auch bei Marktkorrekturen Sicherheit bieten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Value-Zug 2026 endgültig abfährt!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.