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Dow Jones News
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MÄRKTE USA/Dow und S&P-500 knacken auf Weg nach oben runde Marken

NEW YORK (Dow Jones)--Die Rally an der Wall Street seit dem Wahlsieg Donald Trumps geht weiter. Dabei ist der Dow-Jones-Index am Dienstag erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 19.000 Punkten gestiegen. Gleichzeitig schaffte es auch der breitere S&P-500 über eine psychologisch bedeutsame Hürde, nämlich die 2.200er Marke. Das bestärkte die ohnehin schon unter den Anlegern verbreitete Zuversicht noch. Schon am Vortag hatten die großen US-Indizes allesamt Rekordstände erreicht.

Am Ende des Tages reichte es für den Dow-Jones-Index nach einem kleinen Schlusspurt zu einem Plus von 0,4 Prozent auf 19.024 Punkte. Das neue Rekordhoch lautet auf knapp 19.044 Punkte. Der S&P-500 legte um 0,2 Prozent zu auf 2.203 Punkte, der Nasdaq-Composite gewann 0,3 Prozent.

Umgesetzt wurden 917 (Montag: 863) Millionen Aktien. Dabei standen 2.133 (2.255) Kursgewinnern 900 (754) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 86 (105) Titel.

Für Optimismus unter den Investoren sorgt weiter die Spekulation auf ein Staatsausgabenprogramm zur Verbesserung der Infrastruktur unter dem neuen Präsidenten, daneben Trumps Wahlkampfankündigung, die Steuern zu senken und Regulierungen zurückzunehmen, beispielsweise im Bankensektor.

Geringster Widerstand führt nach oben 
 

"Das ist Grund genug für Optimismus am Markt und das bedeutet, dass der Weg des geringsten Widerstands nach oben führt im Moment", sagte Portfoliomanager Aaron Clark von GW&K Investment Management.

Ein kleiner positiver Impuls kam aus China: Die chinesische Zentralbank hatte überraschend den Yuan aufgewertet, nachdem er im Zuge der allgemeinen Dollarstärke zuvor kontinuierlich abgewertet worden war. Ein schwächerer Yuan verbessert die Außenhandelsposition der USA gegenüber China.

Dass Trump angekündigt habe, gleich an seinem ersten Tag im Amt die Verhandlungen über das transpazifische Freihandelsabkommen TPP zu beenden, könne kurzfristig ebenfalls einen positiven Impuls für die US-Wirtschaft bedeuten, sagte Marktexperte Jamieson Blake von ADS Securities London. Die TPP-Nachricht dürfte derweil auch China gerne hören, denn wäre es zu einem Abkommen gekommen, hätte China daraus als Nicht-Mitglied mutmaßlich Wettbewerbsnachteile erfahren.

Starke Kursausschläge in der zweiten Reihe 
 

Am Aktienmarkt wurden Aktien von Telekomdienstleistern und Einzelhandelsunternehmen favorisiert. Ihre Indizes kletterten Prozent. Dollar Tree gewannen 8,2 Prozent . Zwar blieb der Umsatz im zurückliegenden Quartal unter den von der Billig-Einzelhandelskette genannten Prognosen, doch auf flächenbereinigter Basis lief es besser als gedacht. Außerdem legten die Bruttomargen deutlich zu und auch der Ausblick stimmte die Anleger optimistisch.

Neue Geschäftszahlen sorgten dagegen bei Palo Alto für Enttäuschung. Das auf Internetsicherheit spezialisierte Unternehmen hatte zwar beim Ergebnis die Erwartungen geschlagen, doch der Umsatz und die Bestellungen blieben dahinter zurück. Palo Alto enttäuschte zudem bereits das dritte Quartal in Folge mit seinem Umsatz. Für die Aktie ging es um 13,2 Prozent abwärts, was Analysten aber auch mit überhöhten Erwartungen erklärten.

Die Aktie des Restaurantbetreibers Jack in the Box verteuerte sich nach anfänglicher Schwäche um 6,1 Prozent. Das Unternehmen übertraf beim Gewinn die Prognosen, blieb aber beim flächenbereinigten Umsatzwachstum seiner auf mexikanische Küche spezialisierten Qdoba-Kette unter den Erwartungen. Dycom Industries brachen um 20,2 Prozent ein wegen enttäuschender Umsatzzahlen und zudem wenig inspirierender Ergebnisziele.

Gut kamen die Zahlen des Lebensmittelherstellers Hormel Foods an; die Aktie verteuerte sich um 2,6 Prozent. Dagegen fielen Medtronic um 8,7 Prozent, weil der Hersteller von Medizintechnik beim Umsatz die Erwartungen nicht erreichen konnte. Außerdem wurde die Gewinnprognose gekappt.

Opec lässt Markt im Ungewissen 
 

Der Dollar, der seit dem Trump-Sieg kräftig zugelegt hat in Erwartung einer anziehenden Inflation und damit steigender Zinsen, ging in eine Seitwärtsbewegung über. Der Euro verharrte im Bereich um 1,0620 Dollar bzw. der Dollar im Bereich um 111 Yen. Devisenexperten rechnen aber überwiegend mit einer weiteren Dollarstärke angesichts der im Dezember allgemein erwarteten Zinserhöhung in den USA.

Gold kostete zuletzt 1.212 Dollar, 2 Dollar weniger als am Vortag. Das Edelmetall ist derzeit angesichts der Risikofreude an den Finanzmärkten als sicherer Hafen nicht gesucht und leidet auch unter der Stärke des Dollar.

Am Ölmarkt ging es volatil zu. Nach der Vortagesrally kam es phasenweise zu Gewinnmitnahmen, tendenziell stützte aber weiter die Erwartung preisstützender Maßnahmen auf der Opec-Konferenz am 30. November die Preise. Nach jüngsten Meldungen ist das Ölkartell in seiner Konsensfindung weitergekommen, ohne aber den Durchbruch geschafft zu haben. Dem Vernehmen nach geht es um eine Kürzung um 4 bis 4,5 Prozent für alle Mitglieder, ausgenommen nur Libyen und Nigeria. Das wäre etwas mehr als zuvor mit 2 bis 4 Prozent beziffert. Allerdings zögern Irak, Iran und Indonesien wohl noch, starke Einschnitte vorzunehmen.

Es sehe so aus, als lasse die Opec die Märkte bis zur letzten Minute im Ungewissen, sagte Phil Flynn, Analyst bei Price Futures Group. Gleichwohl sei der Markt aber auch nicht bereit, ein Scheitern einzupreisen, solange es nicht amtlich sei. Der Preis für Brent lag zuletzt bei 49,10 Dollar, 0,4 Prozent höher als am Vortag. Der WTI-Preis sank dagegen leicht.

Am Anleihemarkt scheint der Ausverkauf nach dem Trump-Sieg einstweilen gestoppt. Nachdem die Renditen in den vergangenen Wochen nach oben geschossen waren und am Vortag gesunken waren, stagnierten sie nun. Die Zehnjahres-Anleihen rentierten mit 2,31 Prozent. Die deutlich gestiegenen Renditen machten die Papiere für einige Anleger wieder attraktiv, hieß es.

=== 
 
INDEX            zuletzt      +/- %       absolut      +/- % YTD 
DJIA           19.023,87       0,35         67,18           9,18 
S&P-500         2.202,94       0,22          4,76           7,78 
Nasdaq-Comp.    5.386,35       0,33         17,49           7,57 
Nasdaq-100      4.873,84       0,31         14,84           6,11 
 
DEVISEN          zuletzt      +/- %  Di, 8.38 Uhr  Mo, 18.45 Uhr   % YTD 
EUR/USD           1,0628     +0,12%        1,0615         1,0608   -2,1% 
EUR/JPY         118,0247     +0,10%      117,9108         117,80  -20,4% 
EUR/CHF           1,0746     +0,16%        1,0729         1,0716   -1,2% 
EUR/GBP           0,8557     +0,60%        0,8509         1,1774  +16,2% 
USD/JPY           111,06     -0,04%        111,10         111,03   -5,4% 
GBP/USD           1,2420     -0,41%        1,2471         1,2489  -15,8% 
 
ROHOEL           zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex          47,89      48,24         -0,7%          -0,35   +8,3% 
Brent/ICE          49,09       48,9         +0,4%           0,19   +7,9% 
 
METALLE          zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)     1.212,71   1.213,80         -0,1%          -1,09  +14,3% 
Silber (Spot)      16,67      16,59         +0,5%          +0,08  +20,6% 
Platin (Spot)     941,15     941,50         -0,0%          -0,35   +5,6% 
Kupfer-Future       2,54       2,52         +1,2%          +0,03  +18,1% 
=== 

Kontakt zum Autor: ralf.zerback@wsj.com

DJG/DJN/gos

(END) Dow Jones Newswires

November 22, 2016 16:11 ET (21:11 GMT)

Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.

© 2016 Dow Jones News
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