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02.12.2016 | 09:00
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HSH Nordbank·Mehr Nachrichten von HSH Nordbank

In dieser Woche ging es an den Aktienmärkten wieder wenig dynamisch zu. Der DAX verlor im Vergleich zur Vorwoche knapp 1,2%, die Verluste beim S&P waren mit 0,4% milder. Der Eurostoxx verbuchte Kursrückgänge von 0,34%. Nimmt man den DAX als Maßstab geht damit die Divergenz zwischen der Marktentwicklung auf dem Kontinent und in den USA weiter. Während der S&P weiterhin in der Nähe seiner Rekordniveaus verbleibt (2199 Punkte), bleibt die Entwicklung im DAX mit einem Wert von 10566 verhalten. Insgesamt konnte der DAX - und europäische Aktien im Allgemeinen - nicht von der Euphorie um die Ankündigungen einer neuen Wirtschaftspolitik des gewählten Präsidenten profitieren. Von "America First" - insbesondere wenn es um Steuersenkungen, Lockerungen von Regulierungen und nationale Ausgabenprogramme geht - profitieren eben insbesondere amerikanische Unternehmen. Hinzu kommt, dass gerade jetzt in Europa die politische Unsicherheit besonders hoch ist. Ein "Nein" beim anstehenden Referendum in Italien hat das Potenzial, die italienische Regierung in große Bedrängnis zu bringen und die Finanzmärkte zu destabilisieren. Ein solcher Schock würde vor allem die Eurozone treffen und könnte an den Märkten wieder Zweifel an der Stabilität der Währungsunion wecken.

Der Hauptgrund warum die europäischen Indizes (Eurostoxx und Stoxx Europe) im Vergleich zum DAX in dieser Woche weniger schlecht abschnitten ist die Entwicklung im Öl- und Gassektor. Das beschlossene OPEC-Abkommen verspricht kurzfristig eine deutliche Verbesserung der Situation gerade der großen Konzerne, die in der Erkundung und Ausbeutung von Ölquellen engagiert sind. Betrachtet man die Entwicklung der einzelnen Sektoren im Stoxx Europe im Vergleich zur Vorwoche zeigen einige Sektoren leichte Verluste, andere leichte Gewinne erfuhren, während sich im Öl -und Gassektor ein Zuwachs von etwa 2,5% ergab. Neben diesen Unternehmen profitierten auch die Energieversorger von dem achtprozentigen Ölpreisanstieg: Ihre Produkte stehen teilweise in Konkurrenz zu Benzin und Öl und werden bei steigenden Öl-preisen relativ günstiger. Der europäische Bankensektor profitierte bisher von der Wahl Donald Trumps. Die europäischen Großbanken sind alle in den USA aktiv und dürften daher auch von weniger strikter Regulierung und dem erwarteten Anstieg des Zinsniveaus in den USA profitieren. In dieser Woche kam diese Entwicklung zum Stillstand und der Bankensektor verlor seit der Wahl zum ersten Mal deutlich.

Mit Blick auf die kommende Woche erwarten wir, dass die europäischen Märkte von der anstehenden EZB-Sitzung sowie dem Resultat und dem Nachgang des Referendums in Italien getrieben werden. Ein "Nein" zur Verfassungsreform würde als deutliche Schwächung der Regierung aufgefasst werden. Fraglich ist jedoch, ob ein solches Votum tatsächlich nachhaltigen Schaden anrichten wird. Die Risiken in der Eurozone sind mit den Interventionen der EZB im Vergleich zu 2011 und 2012 deutlich gesunken. Die von uns erwartete Verlängerung des QE-Programms der EZB dürfte die europäischen Märkte nochmal kurzfristig beflügeln.


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