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02.12.2016 | 11:00
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HSH Nordbank·Mehr Nachrichten von HSH Nordbank

Der EUR/USD verharrte im Berichtszeitraum auf niedrigem Niveau und beendete seine Talfahrt der letzten Wochen. Momentan notiert er bei 1,06 und wertete damit um 0,7% auf. Laut ADP wurden im November 216.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, was die Erwartungen von 170.000 deutlich überstieg. Sollten die offiziellen Arbeitsmarktdaten ebenfalls so positiv ausfallen, erwartet wird ein Zuwachs von 180.000 Stellen, würde eine Zinserhöhung durch die Fed am 14. Dezember noch wahrscheinlicher werden. In einer Rede am Dienstag betonte Fed-Gouverneur Jerome Powell, dass die soliden Arbeitsmarktdaten die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in diesem Jahr weiter erhöht haben. Die EZB drosselte derweil ihre Staatsanleihenkäufe, welche allerdings demnächst wieder anziehen dürften. Wir erwarten weiterhin einen fallenden Euro, nicht zuletzt angesichts des wahrscheinlichen Scheiterns des Verfassungsreferendums in Italien am Sonntag, das eine Phase der Unsicherheit der Währungsunion einläuten könnte.

Derzeit steht das Währungspaar EUR/GBP bei 0,85. Damit wertete das Pfund im Berichtszeitraum gegenüber der europäischen Einheitswährung um 1,2% auf. Anfang der Woche wurden die endgültigen Zahlen für das britische BIP im dritten Quartal veröffentlicht. So wuchs die Wirtschaft im Vereinigten Königreich im dritten Quartal um 0,5%. Die Bestätigung der Frühschätzung konnten dem Pfund jedoch keine nachhaltige Dynamik verleihen. Die Bank of England (BoE) warnte in einem Statement jedoch weiterhin vor Konjunkturrisiken. BoE-Chef Mark Carney betonte ebenso die Wichtigkeit eines geordneten und weichen Austritts Großbritanniens aus der EU. Dies wäre ebenso im Sinne der Europäischen Union. Das italienische Verfassungsreferendum und die Wahl des Bundespräsidenten von Österreich bergen derweil das Risiko erneuter Verwerfungen in der Euro-Zone und könnten den Euro unter Druck setzen.

Nach leichten Kursverlusten konnte USD/JPY infolge von starken ADP-Arbeitsmarktzahlen um 1% auf 114 steigen. Eine positive Arbeitsmarktentwicklung erhöht die Wahrscheinlichkeit für eine US-Zinserhöhung. Gestützt wird diese Tendenz durch die Revision des annualisierten US-BIP im dritten Quartal von 2,9% auf 3,2%. In Japan konnte die Industrieproduktion im Oktober um 0,1% MoM steigen (Erwartung: 0,0%). Die Arbeitslosigkeit verharrte im selben Monat auf dem Niveau von 3%. Der aufgrund der antizipierten Wirtschaftspolitik Trumps aufgewertete US-Dollar könnte japanische Güter für das Ausland auf Dauer vergünstigen. Der daraus folgende steigende Export, welcher in den letzten Jahren eher schwach ausfiel, würde die Industrieproduktion weiter ankurbeln. Mittelfristig dürfte diese Rechnung aufgehen, da der US-Dollar mit einem weiteren Zinsschritt der Fed an Wert gewinnen wird.

EUR/CHF beendete die Berichtswoche bei 1,08. Der Euro wertete im Berichtszeitraum somit gegenüber dem Franken um 0,4% auf. Trotz Andeutungen eines Direktoriumsmitglieds der Schweizerischen Nationalbank (SNB), einen stärkeren Franken zuzulassen und weniger auf den Devisenmärkten zu intervenieren, stiegen die Sichtguthaben in der vergangenen Woche um 3 Mrd. CHF. Dies lässt auf eine erhöhte Aktivität der SNB am Devisenmarkt schließen. Sollte am kommenden Sonntag Norbert Hofer von der europakritischen FPÖ bei der österreichischen Präsidentschaftswahl triumphieren und das Verfassungsreferendum in Italien scheitern, wird der Franken weiter aufwerten.


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