Von James Marson und Jenny Strasburg
MOSKAU (Dow Jones)--Ein ehemaliger Mitarbeiter der Deutschen Bank in Russland soll in den Jahren 2013 bis 2015 die Märkte mit Transaktionen im Umfang von 300 Milliarden Rubel (umgerechnet 4,6 Milliarden Euro) manipuliert haben. Der Beschuldigte Juri K. soll gemeinsam mit drei Verwandten dabei einen Gewinn von 255 Millionen Rubel gemacht haben, sagte ein Vertreter der russischen Zentralbank, wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtet.
Hinweise auf die Marktmanipulation seien bei gemeinsamen Ermittlungen mit dem deutschen Finanzregulierer aufgetaucht. Die Deutsche Bank betonte, der beschuldigte Mitarbeiter sei nicht länger bei dem Geldhaus beschäftigt. Die Bank habe intern die Aktivitäten des Ex-Mitarbeiters untersucht und den Marktregulierer über die Ergebnisse informiert. Das Institut arbeite daran, Fehlverhalten aufzudecken sowie zu bekämpfen, und kooperiere mit den Behörden.
Die neuen Beschuldigungen stehen in keinem Zusammenhang mit den Ermittlungen wegen des Vorwurfs von Unregelmäßigkeiten im Handelsgeschäft der Deutschen Bank in Russland. Auch hier arbeitet das Frankfurter Geldhaus mit den Behörden an einer Lösung.
Der ehemalige Mitarbeiter war einst für das Aktienhandelsgeschäft in Russland verantwortlich. Er reagierte nicht auf die Bitte um eine Stellungnahme.
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December 20, 2016 08:46 ET (13:46 GMT)
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