Anzeige
Mehr »
Samstag, 14.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Die Kommerzialisierung der räumlichen Intelligenz in Billionen-Märkten beginnt jetzt
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
167 Leser
Artikel bewerten:
(0)

HWWI skeptisch für weitere Wirtschaftsentwicklung

Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Die derzeit herrschenden politischen Unsicherheiten werden die weiteren Wirtschaftsaussichten für Deutschland nach Einschätzung des Konjunkturforschungsinstituts HWWI deutlich eintrüben. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) senkte seine Prognose "angesichts der vielfältigen politischen Unwägbarkeiten" und erwartet für 2017 nun ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent. Zuvor waren es 1,4 Prozent

Die Hamburger Ökonomen sind damit deutlich skeptischer als die Bundesregierung, der Internationale Währungsfonds und die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute, die allesamt ein Wachstum von 1,4 Prozent erwarten. Die fünf Wirtschaftsweisen des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sagten Anfang November 1,3 Prozent voraus.

Das HWWI verwies aber auf eine Vielzahl von Risiken. "Brexit, Regierungswechsel in den USA, Italien-Referendum, in 2017 anstehende Wahlen in den EU- und Euro-Kernländern Frankreich und Deutschland, all das überschattet die wirtschaftliche Entwicklung", erklärte das Institut. 2018 dürfte das Wachstum aber bei wieder stärkerer Konjunkturdynamik 1,6 Prozent betragen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt werde sich zunächst kaum weiter verbessern. Der Wiederanstieg der Verbraucherpreise werde sich fortsetzen und der Marke von 2 Prozent nähern.

Ökonomen sehen schlechtere Rahmenbedingungen 
 

Die realen Auswirkungen der erwähnten politischen Einflüsse seien schwer abzuschätzen, da sie großteils erst im Laufe des kommenden Jahres tatsächlich umgesetzt würden, erklärten die Forscher. Allerdings sorgten bereits Ankündigungen und Erwartungen für Verunsicherung. "Alles in allem haben sich die ökonomischen Rahmenbedingungen dadurch tendenziell eher verschlechtert." Die deutliche Abwertung des Euros in den letzten Monaten spiegele diese Tendenzen wider.

Das HWWI erwartet deshalb eine Zunahme der privaten Konsumausgaben um nur noch jeweils 1,3 Prozent in diesem und im kommenden Jahr, nach einem Plus von 1,9 Prozent in diesem Jahr. Für die Konsumausgaben des Staates veranschlagen sie ein Wachstum von 2,0 Prozent im Jahr 2017 und 0,9 Prozent 2018 nach 4,2 Prozent 2016. Die Anlageinvestitionen sollen nächstes Jahr mit 1,6 Prozent noch unter dem diesjährigen Stand von 2,0 Prozent liegen, 2018 dann aber um 3,1 Prozent anziehen.

"Die Risiken für diese Prognose sind allerdings erheblich", hoben die Hamburger Wirtschaftsforscher hervor. Sie gehen in ihrer Prognose davon aus, dass die aktuellen politisch bedingten Unwägbarkeiten für die Wirtschaft im Laufe des kommenden Jahres durch die Politik weitgehend aufgelöst werden und weniger drastisch ausfallen als unter Umständen zu erwarten.

Nach wie vor sei allerdings offen, wie der Brexit vollzogen werden solle - und ebenso, inwieweit in den USA Wahlankündigungen in reale Politik umgesetzt würden. Auch könnten die Nachwirkungen des Italien-Referendums die Euro-Krise neu beleben, fürchten sie. Nicht zuletzt bestehe auch das Risiko, dass eine zu schnelle und deutlicher als erwartete Zinswende in den USA die Finanzmärkte destabilisiere und viele Entwicklungs- und Schwellenländer zusätzlich in neue Schwierigkeiten bringe.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/apo

(END) Dow Jones Newswires

December 06, 2016 05:02 ET (10:02 GMT)

Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.

© 2016 Dow Jones News
Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau in dieses neue Marktbild passen: solide, günstig bewertet und mit attraktiver Dividende. Werte, die nicht nur laufende Erträge liefern, sondern auch bei Marktkorrekturen Sicherheit bieten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Value-Zug 2026 endgültig abfährt!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.