Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Zentralbanken des Euroraums haben in der Woche zum 13. Januar 2017 deutlich mehr Anleihen als zuvor gekauft. Das Wertpapierkaufvolumen belief sich insgesamt auf 24,648 (Vorwoche: 12,050) Milliarden Euro, wie die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem wöchentlichen Bericht mitteilte.
Die Bestände an öffentlichen Anleihen erhöhten sich um 18,903 (10,993) Milliarden Euro. Das war der höchste Wert seit Mai vergangenen Jahres. Der Bestand an Unternehmensanleihen stieg um 2,171 (0,770) Milliarden Euro und jener an Covered Bonds um 3,485 (0,215) Milliarden Euro. Mehr Covered Bonds hatte die EZB zuletzt im September 2015 erworben. Bei Kreditverbriefungen/Asset-backed Securities (ABS) kam es zu einem Anstieg um 0,089 (0,072) Milliarden Euro.
Die Zentralbanken des Eurosystems erwerben auf Beschluss des EZB-Rats im Monatsdurchschnitt Anleihen für rund 80 Milliarden Euro. Mit dieser Geldflut will die EZB die Banken zu einer stärkeren Kreditvergabe an die Wirtschaft anregen. Das soll die Konjunktur beflügeln und die extrem niedrige Inflation antreiben. Ab April 2017 wird das monatliche Volumen auf 60 Milliarden Euro gesenkt.
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January 16, 2017 09:54 ET (14:54 GMT)
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