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MÄRKTE EUROPA/Optimistische Einkäufer treiben Euro - DAX unbewegt

Von Benjamin Krieger

FRANKFURT (Dow Jones)--Überraschend gute Konjunkturdaten aus der Eurozone stützen am Freitagmorgen zwar den Euro, an den Aktienmärkten sorgen sie jedoch nicht für Käufe. Der DAX gibt gegen 9.55 Uhr MEZ um 0,1 Prozent auf 12.026 Punkte nach und der Euro-Stoxx-50 verliert 0,3 Prozent auf 3.440 Punkte. Die Ungewissheit an den Finanzmärkten über die politische Durchsetzungsfähigkeit der diversen Pläne von US-Präsident Donald Trump hält die Investoren von Käufen ab. Zudem hatten die Kurse in Europa am Donnerstag deutlicher zugelegt.

In Frankreich haben die Einkaufsmanager-Indizes für das verarbeitende und das Service-Gewerbe im März die Erwartungen deutlich übertroffen und auch die Ergebnisse der deutschen Umfragen waren in beiden Gewerben besser als von Volkswirten prognostiziert.

Der Euro hat daraufhin zum US-Dollar kräftig aufgewertet. Von Tiefstkursen um 1,0760 Dollar in Asien ist die Gemeinschaftswährung bis über 1,08 Dollar gestiegen. Bundesanleihen geben leicht nach. Wenig tut sich am Rohstoffmarkt: Die Feinunze Gold gibt leicht nach auf 1.242 Dollar, der Brent-Ölpreis legt leicht zu auf 50,70 Dollar.

Im Verlauf des Tages dürfte wieder die US-Politik in den Fokus rücken. Weiterhin hält US-Präsident Trump mit der von ihm angeschobenen US-Gesundheitsreform die Börsen in Atem. Sollte sein Programm scheitern, würde dies vermutlich negativ interpretiert. Die Abstimmung darüber im Repräsentantenhauses wurde am Donnerstag kurzfristig auf den Freitag verschoben, weil Trump in den eigenen Reihen nicht genügend Unterstützung dafür hatte.

Zulassung in USA verleiht Merck-Aktie Fantasie 
 

Im deutschen Aktienhandel steigen Merck KGaA um 2,4 Prozent, nachdem die US-Gesundheitsbehörde den Darmstädtern die Zulassung für das Krebsmittel Avelumab gegen eine seltene Hautkrebsart erteilt hat. "Es ist die erste US-Zulassung für Merck seit neun Jahren", sagt ein Händler. Avelumab habe für verschiedene Anwendungen ein Umsatzpotenzial von bis zu 2,5 Milliarden Euro.

Allianz geben mit einem Minus von 1,3 Prozent die Gewinne vom Vortag fast komplett wieder ab, nachdem die Societe Generale die Aktie von "Halten" auf "Verkaufen" gesenkt haben soll. Kepler hat RWE von "Halten" auf "Kaufen" erhöht und Eon von "Reduzieren" auf "Halten". RWE steigen um 1,8 Prozent und Eon um 0,6 Prozent.

Eine Abstufung der Aktien von Wacker Chemie auf "Underperform" durch die australische Bank Macquarie drückt den Kurs um 2,7 Prozent. Das Bankhaus Lampe hat Gea auf "Kaufen" erhöht, was den Kurs um 2,4 Prozent nach oben treibt. Die Lampe Bank hat zudem Leoni von "Verkaufen" auf "Halten" hochgestuft, der Kurs legt um weitere 3 Prozent zu, nachdem er am Vortag nach gut ausgefallenen Geschäftszahlen schon einen Satz nach oben gemacht hatte.

Seinen Geschäftsbericht veröffentlich hat am Freitag die Credit Suisse, die Aktie steigt um 0,8 Prozent. Credit Suisse standen am Vortag unter Druck in Folge eines Berichts über eine bis zu 5 Milliarden Franken große Kapitalerhöhung der Schweizer Großbank. Erwartet werden noch die Berichte von Salzgitter und Hapag-Lloyd.

Biotest brechen ein - Aumann beeindruckt bei Börsendebüt 
 

Biotest brechen um 9 Prozent ein. Der Kooperationspartner Immunogen übt eine Option zur Entwicklung eines Antikörper-Wirkstoffs gegen eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks nicht aus. Dadurch entgehen Biotest eine Zahlung von 15 Millionen Dollar und möglicherweise auch Umsätze mit dem Wirkstoff.

Ausgesprochen erfolgreich ist der Gang der Aumann AG aufs Börsenparkett. Die Aktien, die mit 42 Euro an Investoren verkauft wurden, werden mit über 50 Euro bezahlt, also bereits um fast 20 Prozent über dem Ausgabepreis. Das Unternehmen produziert Anlagen zur Wickelung von Drähten für Motoren aller Art und hat damit ein sehr starkes Standbein im Geschäft mit Elektromobilität. Der Kurs der Aumann-Mutter MBB, einer Industrieholding, legt um gut 2 Prozent zu.

INDEX               zuletzt         +/- %         absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      3.441,19         -0,32          -10,99       4,58 
Stoxx-50           3.125,59         -0,34          -10,72       3,82 
DAX               12.032,15         -0,06           -7,53       4,80 
MDAX              23.458,16          0,10           24,49       5,72 
TecDAX             1.984,50          0,22            4,40       9,54 
SDAX               9.995,04         -0,15          -15,29       5,00 
FTSE               7.336,22         -0,06           -4,49       2,71 
CAC                5.013,31         -0,39          -19,45       3,11 
 
Bund-Future          159,92                         -0,06       -0,5 
 
 
DEVISEN             zuletzt         +/- %        Fr, 8:38  Do, 17:11   % YTD 
EUR/USD              1,0797        +0,23%          1,0773     1,0785   +2,7% 
EUR/JPY            120,0315        +0,13%        119,8732     119,87   -2,4% 
EUR/CHF              1,0710        +0,01%          1,0710     1,0707   -0,0% 
EUR/GBP              0,8645        +0,17%          0,8630     1,1613   +1,4% 
USD/JPY              111,18        -0,09%          111,28     111,14   -4,9% 
GBP/USD              1,2490        +0,06%          1,2483     1,2524   +1,2% 
 
ROHOEL              zuletzt     VT-Settl.           +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex             47,86          47,7           +0,3%       0,16  -14,6% 
Brent/ICE             50,69         50,56           +0,3%       0,13  -12,6% 
 
METALLE             zuletzt        Vortag           +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)        1.243,31      1.244,89           -0,1%      -1,58   +8,0% 
Silber (Spot)         17,58         17,58              0%          0  +10,4% 
Platin (Spot)        958,75        960,75           -0,2%      -2,00   +6,1% 
Kupfer-Future          2,62          2,64           -0,7%      -0,02   +4,4% 
 

Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@wsj.com

DJG/bek/gos

(END) Dow Jones Newswires

March 24, 2017 05:09 ET (09:09 GMT)

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© 2017 Dow Jones News
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