INGOLSTADT (dpa-AFX) - Nach wiederholten Vorwürfen gegen Audi
-Chef Rupert Stadler wehrt sich der Autobauer nun.
Wegen falscher Verdächtigung, Verrats von Betriebsgeheimnissen und
Fälschung von Dokumenten prüfe das Unternehmen eine Strafanzeige
gegen Unbekannt, sagte ein Audi-Sprecher am Montag auf Anfrage.
Hintergrund ist ein Prozess vor dem Arbeitsgericht Heilbronn, in dem
sich der Leiter der Dieselmotoren-Entwicklung in Neckarsulm gegen
seine Beurlaubung wehrt. Der Ingenieur wurde nach Aufdeckung der
Schummelsoftware bei Audi-Dieselmotoren im November 2015 von Audi
bezahlt freigestellt und inzwischen gekündigt. Er bestreitet aber
die Verantwortung für die Manipulationen. Medien hatten aus dem
Umfeld des Prozesses berichtet, Dokumenten zufolge hätte Stadler
schon früh von den Manipulationen gewusst. Audi dementierte
das./rol/DP/stb
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