WASHINGTON (dpa-AFX) - Der frühere FBI-Chef James Comey ist der Frage ausgewichen, ob US-Präsident Donald Trump versucht hat, die Justiz zu behindern. Comey sagte am Donnerstag vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats, es sei nicht an ihm, das zu beurteilen. Diese Frage müsse der FBI-Sonderermittler Robert Mueller klären.
Die Anhörung befasst sich mit der Russland-Affäre. Geheimdienstberichten zufolge hat Moskau aktiv versucht, die Präsidentenwahl 2016 zugunsten von Trump zu beeinflussen. Trump sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, er habe Einfluss auf entsprechende Ermittlungen des FBI ausüben wollen.
Der im Raum stehende Vorwurf, Trump habe die Justiz behindert, ist einer der gefährlichsten für den US-Präsidenten. Zwar drohen Trump aus der Anhörung Comeys keine unmittelbaren strafrechtlichen Konsequenzen. Sie könnten aber die Debatte um ein Verfahren wegen Amtsmissbrauchs befeuern./ki/DP/she
AXC0221 2017-06-08/17:08
