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HSH Nordbank
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USD/JPY monthly: Neuausrichtung der US-Wirtschaftspolitik bewegt Yen

Der japanische Yen ist in das Jahr 2017 mit einem moderaten Wertzuwachs gegenüber dem US-Dollar gestartet. Notierte USD/JPY Ende Dezember 2016 noch im Bereich 117,50, so hat sich der Wechselkurs aktuell bei 112,50 eingependelt. Das Ende der Dollar-Euphorie nach den US-Wahlen, die verhältnismäßig soliden Konjunkturdaten aus dem Land der aufgehenden Sonne sowie die aufkommende Skepsis gegenüber dem zukünftigen Kurs der US-Regierung waren maßgeblich für diese Entwicklung verantwortlich. Gerade die wirtschaftspolitischen Entscheidungen der neuen US-Administration werden für das Währungspaar in den nächsten Monaten von Wichtigkeit sein.

Enttäuschende Hausverkäufe in den USA von -2,5 % (0,5 % Bloomberg Konsens, MoM) sowie ein enttäuschender PMI i.H.v. 54,6 (57,0 Bloomberg Konsens) ließen USD/JPY Ende Dezember von 117,80 auf 116,20 fallen. Das Währungspaar erhielt im Betrachtungszeitraum von einem erstaunlich festen Dezember ISM für das verarbeitenden Gewerbe (54,7 vs. 53,5 Bloomberg Konsens) und expandierenden US-Arbeitsmarktzahlen im Januar (227 Tsd. vs. 175 Tsd. Konsens) Unterstützung. Da die Lohnentwicklung in den USA jedoch verhalten blieb und die Erwartungen an eine rapide Zinserhöhung in den USA verringerte, setzte sich diese Trendbewegung in der zweiten Januarhälfte nicht weiter fort weiter fort und USD/JPY gab weiter nach. Zudem wirkten das Wachstum der Einzelhandelsumsätze in den USA i.H.v. 0,6 % (0,7 % Konsens) und die vorsichtige Zinserhöhungs-Rhetorik der Fed dämpfend auf den Dollar. Währenddessen ließ die japanische Wirtschaft mit stabilen Konjunkturdaten aufhorchen. Sowohl die Industrieproduktion (4,6 % YoY), die Kapazitätsauslastung im verarbeitenden Gewerbe im November (3,0 %), als auch die Auftragseingänge im Maschinenbau (4,4 % YoY) verbesserten sich deutlich im Vergleich zur Vorperiode und ließen USD/JPY zur Monatsmitte bereits im Bereich 112,50 schließen. Die Inflationsdaten aus den USA (Dez. CPI 2,2 %) hingegen sorgten nur für eine zwischenzeitliche Stärkung des US-Dollars und wurden von der aggressiven Rhetorik des neuen US-Präsidenten Donald Trump anlässlich seiner Einführungsrede eingetrübt. Die kritische Haltung gegenüber Freihandelsabkommen und eine Politik des "America First" sorgen bei vielen Investoren und Devisenhändlern für Zweifel an den Erfolgsaussichten der neuen Wirtschaftspolitik. Zudem sorgten das angekündigte Infrastruktur- und Investitionsprogramm sowie Steuererleichterungen für Bedenken, da deren Effekte auf die US-Inflation und in der Folge auch auf Zinserhöhungen die positiven Wirkungen auf das BIP Wachstum zunichtemachen könnten.

Japans Außenhandel zeigt sich zuletzt beflügelt und die Exporte legten im Dezember 5,4 % zum Vorjahr zu. Zuletzt stieg die Nachfrage nach japanischen Waren wieder auf ein Niveau an, welches man zuletzt im Juli 2015 beobachten konnte. Während Außenhandel und Industrie sich einer steigenden Auslastung erfreuen, tritt die Binnenkonjunktur und die Inflation Japans auf der Stelle. Die Preisentwicklung verharrt weiterhin in der Nähe der Deflation während der Einzelhandel nur auf geringem Niveau expandiert. Deshalb wird die BoJ mittelfristig von ihrer expansiven Geldpolitik nicht abrücken und die aktive Steuerung der Zinsstrukturkurve beibehalten. Die Währungshüter korrigierten zwar ihr Wachstumsziel von 1,2 % auf 1,5 % (YoY), hielten aber gleichzeitig ihren verhaltenen Ausblick auf die Preisentwicklung bei. Folglich erteilte man auch Tapering-Diskussionen eine deutliche Absage.

Insgesamt bleibt somit festzuhalten, dass die Reflations- und Wachstumsaussichten der USA die andauernden Zweifel über die Nachhaltigkeit der Politikansätze der neuen US-Administration nicht ausgleichen können. Die Aufwertung des Yen ist Ausdruck dieser Skepsis, jedoch auch der relativen Stärke der japanischen Wirtschaft. Diese steht unzweifelhaft auf wackeligen Füßen. Die von einer hohen Exportquote abhängige japanische Wirtschaft könnte sich in einem weltpolitisch protektionistischen Umfeld massiv eintrüben, zumal die deflationären Tendenzen der japanischen Wirtschaft immer noch nicht überwunden sind. Das Währungspaar USD/JPY sollte sich Mitte 2017 weiter im Bereich 115,00 einpendeln.


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© 2017 HSH Nordbank
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