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MÄRKTE ASIEN/Erleichterung nach französischem Wahlergebnis

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--An den Börsen in Ostasien überwiegen zu Wochenbeginn die positiven Vorzeichen, nachdem der europafreundliche Kandidat Emmanuel Macron die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahl gewonnen hat. Nur die chinesischen Aktienmärkte profitieren nicht von dem Wahlergebnis. Dort stehen heimische Faktoren im Vordergrund. Auf den Kursen lastet schon seit einiger Zeit die Furcht vor einer strengeren Regulierung der Wertpapiermärkte.

Beobachter sind diesbezüglich allerdings skeptisch. Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass die zuständigen Behörden ihre Gangart verschärfen, meint etwa Zhang Gang, Analyst bei Centra China Securities. Gleichwohl geht es in Schanghai mit den Kursen im Schnitt um 1,6 Prozent nach unten, in Hongkong verliert der Hang-Seng-Index 0,1 Prozent.

An den übrigen Märkten dominiert jedoch die Erleichterung über das französische Wahlergebnis. Zwar hat Macron im ersten Wahlgang keine absolute Mehrheit erhalten, weshalb er am 7. Mai in einer Stichwahl gegen die europakritische Rechtspopulistin Marine Le Pen antreten muss, doch sind seine Chancen auf das Präsidentenamt nach Meinung von Beobachtern deutlich gestiegen. "Das ist die marktfreundlichste Konstellation", so Vincent Juvyns, Stratege bei JP Morgan Asset Management. "Eine Stichwahl zwischen Macron und Le Pen sollte Macron eine klare Mehrheit bescheren", ergänzt der Teilnehmer. "Die wichtigste Tatsache ist, dass sich gezeigt hat, das man den Umfragen wieder vertrauen kann, was die Zuversicht für den Ausgang der Stichwahl erhöhen dürfte", so Ökonomin Anais Boussie von der Credit Suisse. Laut allen Umfragen geht Macron als klarer Favorit in die Stichwahl gegen Le Pen.

Französisches Wahlergebnis treibt Euro auf 5-Monatshoch 
 

Nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses in Frankreich legte der Euro auf den höchsten Stand seit fünf Monaten zu. In der Spitze kostete er am Sonntagabend über 1,09 Dollar; am Freitag im späten US-Geschäft waren es etwa 1,07 Dollar. Mittlerweile ist er wieder etwas zurückgekommen auf etwa 1,0860 Dollar.

Zur japanischen Währung stieg der Euro auf über 120 Yen von 116,80 Yen und notiert nun bei etwa 119,5 Yen. Der Yen gibt indessen auch zum Dollar nach. Die US-Devise profitiert davon, dass die versprochene Steuerreforn in den USA nun offenbar doch allmählich konkrete Formen annimmt. Am Freitag kündigte US-Präsident Donald Trump an, schon am Mittwoch einen Entwurf für die Reform vorzulegen. Für einen Dollar werden gut 110 Yen gezahlt. Im späten US-Handel am Freitag notierte er bei rund 109 Yen.

Yen-Schwäche beflügelt Tokioter Börse 
 

Der schwächere Yen treibt den Nikkei in Tokio um 1,3 Prozent auf 18.860 Punkte nach oben. Gesucht sind vor allem Aktien exportorientierter Unternehmen. An den anderen Märkten der Region fallen die Gewinne weniger deutlich aus. In Seoul geht es mit dem Kospi um 0,1 Prozent nach oben. Australische Aktien tendieren im Schnitt kaum verändert.

Sichere Häfen sind nicht gefragt. Der Goldpreis fällt auf etwa 1.275 Dollar je Feinunze von Kursen um 1.280 Dollar im späten US-Handel am Freitag. Sinkende Kurse treiben ferner die Rendite zehnjähriger US-Anleihen um 7 Basispunkte auf 2,31 Prozent nach oben.

Der Ölpreis stabilisiert sich etwas nach dem Rücksetzer vom Freitag. Brentöl erholt sich um 0,5 Prozent auf 52,23 Dollar je Barrel.

=== 
Index (Börse)                     zuletzt   +/- %    % YTD 
S&P/ASX 200 (Sydney)             5.855,60  +0,03%   +2,75% 
Nikkei-225 (Tokio)              18.859,85  +1,28%   -1,33% 
Kospi (Seoul)                    2.167,53  +0,12%   +6,96% 
Schanghai-Comp. (Schanghai)      3.123,80  -1,56%   +0,65% 
Hang-Seng-Index (Hongkong)      24.016,23  -0,11%   +9,18% 
Straits-Times (Singapur)         3.132,90  -0,22%   +8,75% 
 
DEVISEN  zuletzt  +/- %    00:00  Fr, 10.07 Uhr  % YTD 
EUR/USD   1,0859  -0,4%   1,0899         1,0724  +3,3% 
EUR/JPY   119,52  -0,6%   120,25         117,03  -2,8% 
EUR/GBP   0,8483  -0,1%   0,8495         0,8362  -0,5% 
GBP/USD   1,2801  -0,2%   1,2828         1,2825  +3,8% 
USD/JPY   110,07  -0,3%   110,37         109,15  -5,8% 
USD/KRW  1134,48  -0,3%  1134,48        1134,64  -6,0% 
USD/CNY   6,8859  +0,1%   6,8859         6,8824  -0,9% 
USD/CNH   6,8848  +0,1%   6,8788         6,8823  -1,3% 
USD/HKD   7,7768  +0,0%   7,7755         7,7757  +0,3% 
AUD/USD   0,7559  -0,2%   0,7572         0,7534  +4,8% 
 
ROHÖL                zuletzt     VT-Settl.  +/- %  +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex              49,85         49,62  +0,5%     0,23  -11,8% 
Brent/ICE              52,23         51,96  +0,5%     0,27  -10,5% 
 
METALLE              zuletzt        Vortag  +/- %  +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)         1.275,43      1.285,00  -0,7%    -9,58  +10,8% 
Silber (Spot)          17,85         17,94  -0,5%    -0,09  +12,1% 
Platin (Spot)         970,05        972,40  -0,2%    -2,35   +7,4% 
Kupfer-Future           2,56          2,54  +0,7%    +0,02   +1,7% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

April 24, 2017 01:12 ET (05:12 GMT)

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© 2017 Dow Jones News
KI braucht Strom
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