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MÄRKTE ASIEN/Trotz Raketenabschuss: Wieder neuer Rekord in Seoul

Von Ese Erheriene

TOKIO (Dow Jones)--Weitgehend richtungslos präsentieren sich die Börsen in Ostasien und Australien zum Auftakt der neuen Woche. Teilnehmer sprechen von einem sehr ruhigen Handel und fehlenden frischen Impulsen. In Schanghai und auch in Taiwan wird wegen des Drachenbootfest am Montag und am Dienstag nicht gehandelt und in Hongkong pausiert der Handel wegen des Festes am Dienstag. Außerdem bleiben am Montag feiertagsbedingt die Börsen in den USA und in Großbritannien geschlossen.

Dass Nordkorea erneut eine Rakete abgeschossen hat und damit wieder gegen Sanktionen des UN-Sicherheitsrats verstoßen hat, scheint an den Börsen immer mehr als Normalität empfunden zu werden, Impulse auf die Kursfindung hat es zumindest erneut nicht. Am deutlichsten zeigt sich das an der Börse in Seoul. Dort ist die Aufwärtstendenz der Vortage ungebrochen, der Kospi steigt um 0,3 Prozent und markiert damit erneut ein Rekordhoch.

Die Reaktion zeige, dass Fundamentaldaten hinter dem Aufschwung stünden, sagt Währungsexperte Masashi Murata von Brown Brothers Harriman. Die Erwartungen gingen klar in Richtung Wirtschaftswachstum, angetrieben vom Export und außerdem dürfte die Notenbank weiter akkomodierend agieren. Das sei gut für Aktien und den Won.

Die sicheren Häfen Gold und Yen zeigen keine Reaktion auf den Raketenabschuss und tendieren wenig verändert im Vergleich zum US-Schluss am Freitag.

In Tokio geht es für den Nikkei-Index um 0,2 Prozent nach oben auf 19.722 Punkte, in Sydney kommt der S&P/ASX 200 um 0,5 Prozent zurück, wobei überdurchschnittliche Verluste im Bankensektor für die negative Tagestendenz verantwortlich gemacht werden.

Etwas mehr Musik spielt bei Einzelwerten. In Tokio leiden Nippon Steel und JFE mit Einbußen von je rund 2,5 Prozent unter fallenden Stahlpreisen, in Sydney fällt die Aktie des Eisenerzförderers Fortescue ähnlich stark zurück.

Analystenstudie treibt Stromerzeuger in Hongkong 
 

In Hongkong sind Papiere von Stromerzeugern gesucht, weil die Analysten der Citigroup davon ausgehen, dass die Kohlepreise ihren Gipfel erreicht haben dürften und deswegen die Kosten sinken dürften. Datang Power verteuern sich um 5 Prozent, China Resources Power um 5,7 und Huaneng Power um 4,8 Prozent. Die Citigroup hat die Einstufungen aller drei Aktien angehoben.

Die Aktie des japanischen Reisevermittlers H.I.S. macht einen Satz um über 14 Prozent nach oben auf ein Fünfeinhalbmonatshoch, befeuert von gut ausgefallenen Geschäftszahlen und der Ankündigung, eigene Aktien zurückzukaufen.

Huatai Securities halten sich mit einem Plus von 0,8 Prozent gut angesichts der Ankündigung, das Kapital durch die Ausgaben von neuen Aktien im Wert von umgerechnet 3,79 Milliarden Dollar deutlich erhöhen zu wollen. Die Unterfütterung der Kapitalbasis dürfte dem Brokerhaus mit Blick auf die von Peking eingeleiteten verschärften Regulierungen Vorteile verschaffen, glauben die Analysten von Nomura.

Shui On schnellen um 9 Prozent nach oben. Das Immobilienunternehmen hat sich für umgerechnet 600 Millionen Dollar eine Beteiligung an China Vanke verkauft und daraus einen Gewinn erzielt. China Vanke gewinnen 3,4 Prozent. Spekulationen über den Einstieg eines Investors lassen den Kurs von China Evergrande um 25,4 Prozent nach oben schießen.

Index (Börse)                     zuletzt   +/- %    % YTD   Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)             5.723,90  -0,48%   +0,44%  07:00 
Nikkei-225 (Tokio)              19.722,04  +0,18%   +3,18%  08:00 
Kospi (Seoul)                    2.362,65  +0,31%  +16,59%  08:00 
Schanghai-Comp. (Schanghai)          Feiertag 
Hang-Seng-Index (Hongkong)      25.689,24  +0,19%  +16,53%  10:00 
Taiex (Taiwan)                       Feiertag 
Straits-Times (Singapur)         3.216,90  -0,08%  +11,67%  11:00 
KLCI (Malaysia)                  1.772,75  +0,03%   +7,98%  11:00 
 
 
DEVISEN  zuletzt  +/- %    00:00  Fr, 9:15  % YTD 
EUR/USD   1,1164  -0,1%   1,1175    1,1213  +6,2% 
EUR/JPY   124,25  -0,1%   124,33    124,76  +1,1% 
EUR/GBP   0,8703  -0,2%   0,8723    0,8706  +2,1% 
GBP/USD   1,2828  +0,1%   1,2811    1,2878  +4,0% 
USD/JPY   111,28  +0,0%   111,26    111,27  -4,8% 
USD/KRW  1118,91  -0,1%  1118,91   1119,74  -7,3% 
USD/CNY   6,8556  -0,2%   6,8556    6,8585  -1,3% 
USD/CNH   6,8181  -0,1%   6,8226    6,8425  -2,3% 
USD/HKD   7,7944  +0,0%   7,7926    7,7933  +0,5% 
AUD/USD   0,7437  -0,0%   0,7439    0,7438  +3,1% 
 
 
ROHOEL          zuletzt  VT-Settl.  +/- %  +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex         49,69       49,8  -0,2%    -0,11  -12,5% 
Brent/ICE         52,07      52,15  -0,2%    -0,08  -11,1% 
 
METALLE         zuletzt     Vortag  +/- %  +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)    1.266,27   1.267,00  -0,1%    -0,74  +10,0% 
Silber (Spot)     17,34      17,35  -0,1%    -0,01   +8,9% 
Platin (Spot)    958,90     959,85  -0,1%    -0,95   +6,1% 
Kupfer-Future      2,56       2,57  -0,3%    -0,01   +1,6% 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/cbr

(END) Dow Jones Newswires

May 29, 2017 01:11 ET (05:11 GMT)

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© 2017 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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