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BASF wird optimistischer trotz Sorge um Euro und Russland-Sanktionen

Von Christine Benders-Rüger

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach einem guten ersten Halbjahr und einem deutlichen Gewinnwachstum im zweiten Quartal hat BASF die Jahresprognose nach oben genommen. Zudem schätzt der Chemiekonzern die Rahmenbedingungen für das Gesamtjahr nun besser ein als zuvor. Ein Wehrmutstropfen ist jedoch die starke Aufwertung des Euro. Mit gewisser Sorge blickt Vorstandschef Kurt Bock auch auf die geplanten US-Sanktionen gegen Russland, die BASF über Aktivitäten wie bei der Gaspipeline Nordstream 2 und der Rohstoffversorgung treffen könnten. Auch die hohen Lagerbestände im Markt und die zusätzliche Produktion von Schieferöl in den USA sind Anlass zur Sorge.

BASF geht davon aus, dass der Euro in diesem Jahr stärker zulegt als ursprünglich erwartet. Die neue Prognose lautet auf einen durchschnittlichen Wechselkurs von 1,10 gegenüber bislang 1,05 Dollar je Euro. Der Aktienkurs von BASF verliert im Vormittagshandel 0,8 Prozent. Die Händler verweisen auf den Sprung des Euro über die Marke von 1,17 Dollar nach den Fed-Aussagen vom Vorabend: "Die trüben Aussichten hier könnten das verdiente Kursplus für BASF bremsen", sagte ein Marktteilnehmer.

Russland verlässlicher Lieferant 
 

Russland sei immer ein verlässlicher Gaslieferant gewesen, sagte der BASF-Konzernchef im Zusammenhang mit den geplanten Sanktionen der USA gegen das Land. Bei einer abschließenden Billigung der entsprechenden Gesetze könnten die USA auch Sanktionen gegen Firmen verhängen, die sich an russischen Energieprojekten beteiligen oder Projekte wie die Pipeline Nordstream 2 zwischen Russland und Deutschland betreiben. BASF besitzt mit der Tochter Wintershall einen eigenen Öl- und Gasförderer, der u.a. an der Finanzierung von Nordstream 2 beteiligt ist. Die Idee, dass Europa das LNG von Amerika statt Russland abnehme, falle flach. Das sei weder mengenmäßig noch logistisch möglich, so Bock.

Einen völligen Ausstieg aus Verbrennungsmotoren für Fahrzeuge hält Bock für nicht "sachgerecht". Auch diese Motoren könnten nachhaltig gebaut werden, sagte er. Er gehe aber davon aus, dass der Bereich E-Mobilität wachsen werde. Das käme auch BASF zugute durch das Geschäft mit Elektrochemikalien und Batteriematerialen. BASF hatte erst vor einigen Wochen mitgeteilt, sich auf den Wandel hin zur Elektromobilität einzustellen. Der DAX-Konzern will in einem ersten Schritt bis zu 400 Millionen Euro in den Aufbau einer Produktionsstätte für Materialien für Lithium-Ionen-Batterien in Europa investieren.

BASF verhandelt nun mit dem russischen Bergbaukonzern Norilsk Nickel über Rohstofflieferungen. "Nornickel würde für eine sichere Versorgung mit Nickel und Kobalt zu Marktpreisen aus seinen Minen in Russland sorgen", hatte BASF Ende Juni erklärt.

Höhere Prognose 
 

Bei Vorlage der Halbjahreszahlen hat BASF die Jahresprognose erhöht. BASF strebt 2017 beim EBIT vor Sondereinflüssen einen Anstieg von mindestens 11 (bislang bis zu 10) Prozent an, ausgehend von 6,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Umsatz soll weiterhin mehr als 6 Prozent über dem Vorjahreswert von 57,6 Milliarden Euro liegen. Insbesondere in Europa, China und Japan war das Wachstum höher als erwartet. Die Automobilindustrie habe im ersten Halbjahr ein solides Wachstum gezeigt und auch die Nachfrage in der Bauindustrie in Europa und Asien habe sich positiv entwickelt.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/cbr/smh

(END) Dow Jones Newswires

July 27, 2017 05:35 ET (09:35 GMT)

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© 2017 Dow Jones News
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