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MÄRKTE ASIEN/Negative US-Vorgaben dämpfen Kauflaune

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Auch am Donnerstag ist an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz festzustellen. Negative Vorgaben aus den USA und ein schwächerer Dollar dämpfen die Kauflaune. Die Anleger halten sich aber auch in Erwartung des Notenbankertreffens in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming zurück. Auf der Veranstaltung, die jährlich von der US-Notenbank ausgerichtet wird, wird am Freitag neben Fed-Chefin Janet Yellen auch EZB-Präsident Mario Draghi sprechen.

Die Anleger erhofften einen Stimmungsumschwung, der die aktuell dominierende Risikoscheu verdränge, sagt Michala Marcussen, Chefvolkswirtin bei der Societe Generale. Die Ökonomin bezweifelt aber, dass die Veranstaltung in Jackson Hole diesen Umschwung herbeiführen wird.

In den USA hatten neue Zweifel an der Amtsführung von US-Präsident Donald Trump die Aktienkurse und den Dollar gedrückt. Gesucht waren dagegen vermeintlich sichere Häfen wie Staatsanleihen oder der als Fluchtwährung beliebte Yen. Trump hatte gedroht, die Tätigkeit der Regierung einzustellen, falls der US-Kongress nicht die notwendigen Mittel zum Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko genehmigen werde. Die Mauer ist nicht nur wegen der Kosten umstritten, sondern auch wegen zu befürchtender negativer Folgen für die US-Wirtschaft.

Der Dollar fiel zur japanischen Währung bis auf 108,85 Yen, erholt sich aktuell aber auf gut 109,20 Yen. Der Tokioter Leitindex Nikkei-225-Index verliert 0,3 Prozent auf 19.380 Punkte. Ein fester Yen ist negativ für exportorientierte japanische Unternehmen.

Hato verdirbt Kasinos in Macau das Geschäft 
 

In Schanghai geben die Kurse geringfügig nach. Dagegen legt der Hang-Seng-Index in Hongkong um 0,6 Prozent zu. Händler sprechen von Nachholbedarf, nachdem der Handel in Hongkong am Mittwoch wegen des Taifuns Hato ausgesetzt worden war.

Der Taifun dürfte allerdings die Umsätze der Kasinos im Spielerparadies Macau beeinträchtigt haben, die wegen Überschwemmungen und Stromausfällen den Betrieb vorübergehend einstellen mussten. Daher geben die in Hongkong notierten Aktien von Kasinobetreibern nach. SJM Holdings verlieren 1,6 Prozent, Sands China 0,4 Prozent und Galaxy Entertainment 0,2 Prozent.

An der Börse in Sydney geht es mit den Kursen im Schnitt um 0,2 Prozent nach oben. Der rohstofflastige australische Aktienmarkt wird von Aktien des Bergbausektors angeführt, nachdem sich in China die Metallpreise erholt haben. Rio Tinto gewinnen 2,5 Prozent und BHP Billiton 1,7 Prozent. Fortescue Metals rücken um 0,8 Prozent vor.

In Seoul gewinnt der Kospi 0,4 Prozent. Indexschwergewicht Samsung steigt um 0,3 Prozent. Das am Mittwoch vorgestellte neue "Phablet" Galaxy Note 8 sorgt für keine größere Kursfantasie. Außerdem entscheidet am Freitag ein Gericht, ob Konzernlenker Jay Y. Lee wegen Korruption ins Gefängnis muss.

=== 
Index (Börse)                     zuletzt   +/- %    % YTD  Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)             5.750,00  +0,22%   +0,89%  08:00 
Nikkei-225 (Tokio)              19.379,75  -0,28%   +1,39%  08:00 
Kospi (Seoul)                    2.376,20  +0,41%  +17,26%  08:00 
Schanghai-Comp. (Schanghai)      3.286,42  -0,04%   +5,89%  09:00 
Hang-Seng-Index (Hongkong)      27.567,73  +0,61%  +24,70%  10:00 
Straits-Times (Singapur)         3.271,19  +0,34%  +13,55%  11:00 
KLCI (Malaysia)                  1.772,85  -0,01%   +7,99%  11:00 
 
DEVISEN  zuletzt  +/- %    00:00  Mi, 9.30 Uhr   % YTD 
EUR/USD   1,1803  -0,1%   1,1809        1,1751  +12,2% 
EUR/JPY   128,84  +0,1%   128,68        128,62   +4,8% 
EUR/GBP   0,9230  +0,1%   0,9225        0,9165   +8,3% 
GBP/USD   1,2787  -0,1%   1,2802        1,2816   +3,6% 
USD/JPY   109,17  +0,2%   108,96        109,51   -6,6% 
USD/KRW  1126,80  -0,0%  1126,81       1132,84   -6,7% 
USD/CNY   6,6629  +0,1%   6,6589        6,6673   -4,1% 
USD/CNH   6,6586  -0,1%   6,6642        6,6698   -4,5% 
USD/HKD   7,8250  -0,0%   7,8254        7,8254   +0,9% 
AUD/USD   0,7899  -0,1%   0,7907        0,7885   +9,5% 
 
ROHOEL               zuletzt      VT-Settl.  +/- %  +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex              48,37          48,41  -0,1%    -0,04  -15,2% 
Brent/ICE              52,57          52,57     0%     0,00  -10,5% 
 
METALLE              zuletzt         Vortag  +/- %  +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)         1.288,52       1.290,70  -0,2%    -2,18  +11,9% 
Silber (Spot)          17,05          17,09  -0,2%    -0,04   +7,1% 
Platin (Spot)         978,55         979,00  -0,0%    -0,45   +8,3% 
Kupfer-Future           3,00           2,98  +0,6%    +0,02  +18,9% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/gos

(END) Dow Jones Newswires

August 24, 2017 01:07 ET (05:07 GMT)

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© 2017 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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