NEW YORK/LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Die USA könnten laut einer Medienmeldung bis Anfang April eine Entscheidung über die Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto durch Bayer treffen. Das US-Justizministerium arbeite bei der Analyse der Transaktion eng mit der Europäischen Kommission zusammen und verfolge einen ähnlichen Zeitplan, berichtet der auf die Rechtsbranche spezialisierte Mediendienst MLex am Freitag, ohne eine Quelle zu nennen.
Die europäischen Kartellwächter wollen bis zum 5. April entscheiden. Die wettbewerbsrechtliche Prüfung in den USA erfolgt durch das Justizministerium. Der Ausschuss zur Überprüfung ausländischer Investitionen in den USA unter dem Aspekt möglicher nationaler Sicherheitsbedenken (CFIUS) gab den Deal bereits frei.
Wegen vieler noch ausstehender Genehmigungen rechnet der deutsche Pharma- und Chemiekonzern erst für das zweite Quartal mit dem Abschluss des 62,5 Milliarden US-Dollar schweren Deals. Die Prüfverfahren der Kartellbehörden bräuchten mehr Zeit, wie die Leverkusener jüngst bei der Vorstellung des Geschäftsberichts für 2017 mitgeteilt hatten. Zuvor war von Anfang 2018 die Rede gewesen.
Insgesamt hat laut Unternehmensangaben mittlerweile mehr als die Hälfte der rund 30 Behörden weltweit den Deal genehmigt. Zuletzt auch die brasilianischen Wettbewerbshüter, deren Entscheidung angesichts der großen Bedeutung des brasilianischen Agrarmarktes besonders wichtig war./mis/nas/stw
ISIN DE000BAY0017 US61166W1018
AXC0235 2018-03-02/17:04
