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18.12.2017 | 14:30
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HSH Nordbank·Mehr Nachrichten von HSH Nordbank

Analyst Jan Edelmann rechnet für das Jahr 2018 mit einer Stabilisierung des Ölpreises bei 60 US-Dollar/Barrel.

In der vergangenen Woche erreichte der Brentölpreis mit 65,9 US-Dollar/Barrel den höchsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren. Allerdings war der lokale Höchststand nur von kurzer Dauer. Mittlerweile notiert der Preis der Nordseesorte schwächer bei 62,7 US-Dollar/Barrel. Auslöser des vorübergehenden Preisanstiegs bei Brent war die aus Sicherheitsgründen notwendige Abschaltung der Forties-Ölpipeline(an der britischen Nordseeküste) aufgrund beobachteter Haarrisse in den Stahlröhren. Dadurch dürfte dem Markt ein Angebot von 450 Tsd. Barrel/Tag verloren gehen. Nach Angaben des Pipeline-Betreibers Ineos könnten die notwendigen Reparaturarbeiten rund drei Wochen in Anspruch nehmen. Damit dürfte sich das Brentölangebot stärker und schneller zurückgehen und somit den Lagerabbau insbesondere in den europäischen Lagerstätten, den ARA-Häfen, beschleunigen.

Unabhängig davon liegt hinter den Ölmärkten ein recht erfolgreiches Jahr 2017. Robuste Ölfundamentaldaten und ein Anstieg geopolitischer Spannungen in den vergangenen Monaten trieben den Brent-Ölpreis Anfang Oktober erstmals seit zwei Jahren über die Marke von 60 US-Dollar/Barrel. Dieser Preisanstieg ging einher mit einer Rotation der Ölterminkurve in Backwardation. Backwardation bedeutet, dass die nächstfolgenden Kontrakte zu niedrigeren Preisen als der jeweils vorhergehende notieren. Dies ist Ausdruck eines Marktes, der (temporär) unterversorgt ist. Diese Marktsituation generiert für den Anleger eine positive Rollrendite. Der Rolleffekt kommt dadurch zustande, dass einmal im Monat ein Kontraktwechsel zustande kommt. Da ein Finanzanleger den Rohstoff am Ende nicht physisch in den Händen halten will, wechselt er in den darauffolgenden Future-Kontrakt. Diese Rollrenditen sind umso höher, je stärker das Gefälle der Terminkurve ist. So konnte man im bisherigen Jahresverlauf mit einem Investment in Öl (hier Brent) eine Gesamtrendite von 16 % erzielen. Die Gesamtrendite lässt sich aufteilen in einen Preiszuwachs von 13,2 % und einen Rollertrag von 2,8 %. Ein deutlich schwächeres Bild lieferte die amerikanische Sorte WTI mit einer Gesamtrendite von 3 % in 2017. Dies ist Folge des Überangebots an US-Rohöl sowie einer Erhöhung der Pipline-Transportkosten.

Für das kommende Jahr kalkulieren wir weiterhin mit guten Fundamentaldaten, dank einer sehr robusten Ölnachfrage (Unsere Nachfrageprognose: 1,62 Mio. Barrel/Tag YoY) und der fortgeführten OPEC-Kürzungsmaßnahmen. Daher sollte der globale Öllagerbau weiter anhalten und das von der OPEC angestrebte Ziel, die Lagerbestände auf den Fünfjahresdurchschnitt zu normalisieren, sollte in der Mitte des ersten Halbjahres erreicht sein. Dies spricht für einen durchschnittlichen Brentölpreis im kommenden Jahr von 60 US-Dollar/Barrel. Gleichzeitig sollte der weiter anhaltende Öllagerabbau die Backwardation auf der Terminkurve verstärken. Historisch zeigt sich eine hohe Korrelation zwischen den Lagerbeständen und der Form der Terminkurve. Wir erwarten einen Spread zwischen dem 1-Monatskontrakt und dem Zweijahreskontrakt für Brent von 10 %. Angesichts des leichten Preisrückgangs von 61 US-Dollar/Barrel im ersten Quartal auf 58 US-Dollar/Barrel bis Jahresende erwarten wir eine Gesamtrendite aus dem Investment in Öl von 8-10 % in 2018.


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