Vodafone hat am Mittwoch sein
erstes Hochsicherheitszentrum für Anwendungen des schnellen
Funkstandards 5G gestartet. Das Berliner "Supercore Center" sei das
erste von insgesamt vier geplanten Rechenzentren in Deutschland,
teilte das Unternehmen mit. Künftig sollen Daten aus Mobilfunk,
Kabel und Festnetz dort zusammenlaufen und an die Empfänger gehen.
In Echtzeit sollen sie dort bei Bedarf auch verarbeitet werden
können. "In unserem neuen Rechenzentrum sind wir vier Mal schneller
und 20 Mal leistungsstärker als zuvor", sagte Hannes Ametsreiter,
Chef von Vodafone Deutschland. In München, Frankfurt und Dortmund
sollen weitere Zentren folgen, die teilsweise schon im Bau seien.
"Für die neuen Geschwindigkeiten haben wir insgesamt 1500 Kilometer
Glasfaser verlegt", sagte Ametsreiter. Damit könnten täglich 22
Millionen Gigabyte durchrauschen, so viel Daten wie in vier
Milliarden Büchern." Besondere Sicherheitsmechanismen in den
"Supercore Centern" sollen dabei den Zugriff auf Daten durch Dritte
verhindern. Redundante Systeme sorgen dabei für Ausfallsicherheit,
selbst wenn der Strom komplett abbricht. Der neue Funkstandard 5G
treibt derzeit die gesamte Branche an. Er soll alle herkömmlichen
Netze bündeln und virtuell erweitern können. Riesige Datenmengen
können dann ohne merkbare Verzögerung durchs Netz fließen und damit
auch Raum für das Internet der Dinge bieten, wenn Maschinen und
Gegenstände jeder Art ans Netz angeschlossen sind. Jede Art von
Daten - ob ein gestreamter Film, ein Telefonat oder die
Statusanzeige eines Fahrstuhl - soll in 5G je nach Dringlichkeit und
Bedarf durchlaufen. Alle großen Telekom-Provider arbeiten derzeit
daran, dass im Jahr 2020 die ersten Netze zur Verfügung
stehen./gri/DP/jha
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