Von Marc Navarro Gonzalez
MAILAND (Dow Jones)--Der US-Hedgefonds Elliott ist trotz seiner Forderung nach personellen Veränderungen mit den am Vorabend angekündigten Rücktritten der Vivendi-Vertreter im Board von Telecom Italia nicht zufrieden. Elliott Advisors nannte die Rücktritte des Verwaltungsratsvorsitzenden und Vivendi-CEO Arnaud de Puyfontaine sowie weiterer Mitglieder des Boards eine Verzögerungstaktik, um Veränderungen bei Telecom Italia auf die lange Bank zu schieben.
Elliott fordert vehement einen Wandel bei dem italienischen Konzern. Hauptaktionär Vivendi unterstützt jedoch die Strategie des Telecom-Italia-CEO und wirft dem Hedgefonds eine kurzfristige Sicht vor.
Am Donnerstag trat die Mehrheit der Verwaltungsratsmitglieder zurück und erzwang somit eine Neuaufstellung des Gremiums. Telecom Italia berief für den 4. Mai eine Aktionärsversammlung ein, um einen neuen Verwaltungsrat zu wählen. Das erlaube den Aktionären, über die von ihnen favorisierten Boardmitglieder und die Unternehmenspolitik zu bestimmen. Ein zuvor angesetztes Aktionärstreffen ist bereits für den 24. April geplant.
Der Investor Elliott, der mittlerweile 5 Prozent an Telecom Italia hält, nannte den Schritt eine Verzögerungsmaßnahme. Die Rücktritte seien "zynisch und selbstgerecht" und würden die Möglichkeit der Aktionäre, über Elliotts Vorschläge für den Konzern zu entscheiden, aufschieben.
"Es ist eine weiteres Beispiel dafür, dass Rechte von Minderheitsaktionären bei Telecom Italia außer Kraft gesetzt und die Regeln der guten Unternehmensführung missachtet werden", so Elliott.
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March 23, 2018 09:11 ET (13:11 GMT)
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