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MÄRKTE ASIEN/Beschwichtigungen im Handelskonflikt treiben Börsen

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hält die Anleger an den asiatischen Aktienbörsen auch am Donnerstag in Atem. Doch diesmal dominieren Zeichen der Entspannung und die Kurse legen auf breiter Front deutlich zu - zumindest dort, wo gehandelt wird. Das ist an den chinesischen Handelsplätzen nicht der Fall, feiertagsbedingt ruht der Handel in Schanghai, Hongkong sowie in Taipeh auf Taiwan.

In Tokio geht es für den Nikkei-225 ebenfalls um 1,8 Prozent auf 21.697 Punkte gen Norden und in Seoul beträgt der Aufschlag für den Kospi 1,5 Prozent. In Singapur wird der STI angetrieben vom Bankensektor und steigt um 1,8 Prozent.

Unterstützung kommt von US-Handelsminister Wilbur Ross, der trotz der aggressiven Handelsstreitigkeiten mit China damit rechnet, dass sich beide Länder schlussendlich auf ein Abkommen verständigen werden. Die USA und China seien offenbar bereit, den Konflikt auszuverhandeln, auch wenn sie sich derzeit wechselseitig immer neue Strafzöllen androhten. Die an der Börse zahlreich vorhandenen ewigen Optimisten setzten unverdrossen auf einen Vermittlungskompromiss, heißt es im Handel.

"Chinas Vergeltung für die zweite Runde der US-Tarifschranken verunsicherte (...). Der Schwerpunkt verlagerte sich jedoch auf den verzögerten Beginn der angekündigten Sanktionen und das Potenzial für eine Verhandlungslösung trotz der harten Worte auf beiden Seiten", sagt Marktstratege Michael McCarthy von CMC Markets in Sydney. China hatte am Vortag, als die meisten Börsen in Asien bereits geschlossen waren, Gegenmaßnahmen auf die jüngste US-Liste mit Einfuhrzöllen auf chinesische Produkte erlassen.

Aufschläge breit gestreut 
 

In Japan sind die eher defensiven Sektoren Telekommunikation und Pharma gefragt - darüber hinaus Immobilienentwicklung. In Südkorea wird der Markt von einem rund 2,0-prozentigen Aufschlag beim Schwergewicht Samsung Electronics gestützt. Nach Meinung von Handelsexperten dürfte Südkoreas Wirtschaft im Handelskonflikt zwischen China und den USA nur begrenzten Schaden davontragen. In Sydney macht die Stärke im Finanzsektor die Schwäche bei Bergbauwerten wett.

Zusätzlichen Rückwind erhält die Börse in Tokio vom Devisenmarkt, wo die neu entfachte Risikofreude den US-Dollar zum Yen aufwerten lässt. Der Greenback steigt auf 106,98 Yen nach Wechselkursen im Tagestief des Vortages um die Marke von 106. Auch andere "Fluchtanlagen" wie Gold und Rentenpapiere büßen an Attraktivität ein.

Die Pleite des australischen Geflügelfleischproduzenten Red Lea Chickens wird nach Einschätzung der Analysten von Morgan Stanley die Geschäftsentwicklung des wesentlich größeren Wettbewerbers Inghams in den nächsten 45 Tagen befeuern. Die Aktie legt in Sydney 0,7 Prozent zu.

=== 
Index (Börse)            zuletzt      +/- %     % YTD           Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)    5.800,70     +0,68%    -4,36%          08:00 
Nikkei-225 (Tokio)     21.705,17     +1,81%    -4,66%          08:00 
Kospi (Seoul)           2.446,45     +1,59%    -0,85%          08:00 
Schanghai-Comp.                      Feiertag 
Shenzhen A-Aktien                    Feiertag 
Hang-Seng (Hongk.)                   Feiertag 
Taiex (Taiwan)                       Feiertag 
Straits-Times (Sing.)   3.400,99     +1,84%    +0,27%          11:00 
KLCI (Malaysia)         1.834,56     +1,03%    +1,06%          11:00 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %     00:00  Mi, 10.24 Uhr   % YTD 
EUR/USD                   1,2276      -0,1%    1,2282         1,2309   +2,2% 
EUR/JPY                   131,27      +0,1%    131,13         130,55   -3,0% 
EUR/GBP                   0,8725      +0,1%    0,8720         0,8741   -1,9% 
GBP/USD                   1,4070      -0,1%    1,4085         1,4083   +4,1% 
USD/JPY                   106,94      +0,2%    106,76         106,04   -5,0% 
USD/KRW                  1058,00      -0,0%   1058,44        1062,29   -0,9% 
USD/CNY                   6,3052      +0,2%    6,3052         6,3012   -3,1% 
USD/CNH                   6,2809      -0,1%    6,2881         6,2980   -3,6% 
USD/HKD                   7,8492      +0,0%    7,8490         7,8493   +0,5% 
AUD/USD                   0,7691      -0,3%    0,7716         0,7675   -1,6% 
NZD/USD                   0,7292      -0,2%    0,7311         0,7291   +2,7% 
Bitcoin 
BTC/USD                 6.841,41      +0,2%  6.828,96       7.348,40  -49,9% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.     +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  63,66      63,37     +0,5%           0,29   +5,6% 
Brent/ICE                  68,35      68,02     +0,5%           0,33   +4,3% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag     +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.328,50   1.333,35     -0,4%          -4,85   +2,0% 
Silber (Spot)              16,28      16,32     -0,3%          -0,04   -3,9% 
Platin (Spot)             911,45     918,00     -0,7%          -6,55   -1,9% 
Kupfer-Future               3,02       3,01     +0,4%          +0,01   -8,8% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/gos

(END) Dow Jones Newswires

April 05, 2018 01:20 ET (05:20 GMT)

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© 2018 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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