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Dow Jones News
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MÄRKTE ASIEN/Kleinere Verluste nach negativen US-Vorgaben

Von Gregor Stuart Hunter

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich am Donnerstag im Handelsverlauf überwiegend mit kleineren Einbußen. Sie folgen damit aber nur zum Teil den negativen Vorgaben der Wall Street. Wie bereits dort drücken auch in Asien die geopolitischen Spannungen auf die Stimmung, allen voran die Drohung von US-Präsident Donald Trumps, wegen des angeblichen Einsatzes von Giftgas, mit Raketenangriffen gegen das syrische Regime vorzugehen. Allerdings sind nach der Ankündigung inzwischen wieder moderatere Töne aus dem Umfeld des Präsidenten zu hören.

Dass die Aktienkurse nicht stärker nachgeben, schreiben Teilnehmer der Aussicht auf robuste Quartalsberichte der Unternehmen zu. Der Nikkei-Index gibt um 0,1 Prozent nach auf 21.662 Punkte, etwas größer fällt das Minus in Schanghai mit 0,6 Prozent aus. Lediglich in Südkorea steht ein kleines Plus an der Anzeigetafel, nachdem die Notenbank des Landes bei ihrem Zinstreffen von einer Zinserhöhung abgesehen und die Leitzinsen unverändert gelassen hat. Nach Einschätzung von Capital Economics steht eine Erhöhung aber im Raum, vermutlich im nächsten Jahr, zumal der Inflationsdruck noch gering sei.

Neben der Geopolitik lasse der falkenhafte Ton im am Vorabend veröffentlichten Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung bei den Anlegern keine Kaufstimmung aufkommen, berichten Marktteilnehmer. Und außerdem schwele der Handelskonflikt zwischen den USA und China weiter.

US-Notenbanker unbeirrt von Handelsstreit auf Kurs 
 

Am Devisenmarkt ist der Yen als sicherer Hafen etwas gesucht, der Dollar kommt von Vortageshochs um 107,20 Yen auf 106,90 etwas zurück. Etwas gestützt wird der Dollar von der Aussicht auf weiter steigende US-Zinsen. Zum Euro verteuert sich die US-Devise denn auch etwas seit Veröffentlichung des Fed-Protokolls. Darin zeigen sich die US-Notenbanker zuversichtlicher, das Inflationsziel zu erreichen. Wie aus dem Protokoll hervorgeht, konzentrierte sich die Diskussion nicht auf die grundsätzliche Frage, ob die Zinsen angehoben werden sollen, sondern vielmehr auf das Ausmaß weiterer Straffungen.

Dass die Trumpschen Strafzölle das Wirtschaftswachstum bremsen könnte, werde in dem Protokoll dabei nur am Rande erwähnt und beirre die Fed auf ihrem Zinserhöhungskurs bislang nicht, betonen die Analysten von Standard Chartered.

Die Ölpreise bauen derweil ihre Gewinne noch aus. Sie profitieren wie üblich bei Spannungen im Nahen Osten von Spekulationen über mögliche Produktionsausfälle. Das Barrel Brentöl verteuert sich um weitere 0,4 Prozent auf 72,33 Dollar, den höchsten Stand seit über drei Jahren.

Gesucht sind angesichts der gestiegenen Ölpreise Aktien aus dem Öl- und Rohstoffsektor. In Sydney gewinnen Oil Search 1,4 Prozent und Rio Tinto und BHP Billiton je etwa ein halbes Prozent. In Hongkong verteuern sich Cnooc um 3,7 Prozent.

=== 
Index (Börse)            zuletzt      +/- %     % YTD      Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)    5.811,50     -0,30%    -4,18%     08:00 
Nikkei-225 (Tokio)     21.662,12     -0,12%    -4,84%     08:00 
Kospi (Seoul)           2.448,06     +0,16%    -0,79%     08:00 
Schanghai-Comp.         3.188,97     -0,60%    -3,60%     09:00 
Hang-Seng (Hongk.)     30.827,85     -0,23%    +2,69%     10:00 
Straits-Times (Sing.)   3.472,20     -0,22%    +1,86%     11:00 
KLCI (Malaysia)         1.866,66     -0,17%    +3,57%     11:00 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %     00:00  Mi, 9:22   % YTD 
EUR/USD                   1,2359      -0,1%    1,2368    1,2376   +2,9% 
EUR/JPY                   132,13      +0,0%    132,10    132,48   -2,3% 
EUR/GBP                   0,8720      -0,0%    0,8723    0,8709   -1,9% 
GBP/USD                   1,4173      -0,0%    1,4178    1,4213   +4,8% 
USD/JPY                   106,91      +0,1%    106,81    107,05   -5,1% 
USD/KRW                  1070,95      +0,4%   1066,86   1067,74   +0,3% 
USD/CNY                   6,2766      +0,1%    6,2690    6,2799   -3,5% 
USD/CNH                   6,2751      +0,0%    6,2743    6,2762   -3,7% 
USD/HKD                   7,8499      +0,0%    7,8498    7,8497   +0,5% 
AUD/USD                   0,7746      -0,1%    0,7757    0,7744   -0,9% 
NZD/USD                   0,7361      +0,1%    0,7356    0,7357   +3,7% 
Bitcoin 
BTC/USD                 6.942,39      +0,5%  6.908,69  6.849,94  -49,2% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.     +/- %   +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  67,15      66,82     +0,5%      0,33  +11,4% 
Brent/ICE                  72,28      72,06     +0,3%      0,22  +10,3% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag     +/- %   +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.349,50   1.353,37     -0,3%     -3,87   +3,6% 
Silber (Spot)              16,64      16,68     -0,2%     -0,04   -1,8% 
Platin (Spot)             927,45     931,50     -0,4%     -4,05   -0,2% 
Kupfer-Future               3,10       3,12     -0,6%     -0,02   -6,5% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/ros

(END) Dow Jones Newswires

April 12, 2018 00:54 ET (04:54 GMT)

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© 2018 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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