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UPDATE2: Postbank sieht bei Übernahme noch große Fragezeichen

DJ UPDATE2: Postbank sieht bei Übernahme noch große Fragezeichen

(NEU: Synergien, Personalabbau)

Von Madeleine Nissen und Jörn Ebberg 
DOW JONES NEWSWIRES 

BONN (Dow Jones)--Die Postbank rät den freien Aktionären zum Verkauf ihrer Anteile an die Deutsche Bank, sieht aber bei der Übernahme noch viele offene Fragen. Das Angebot von 25 EUR je Aktie sei angemessen, erklärte das Bonner Institut am Mittwochmorgen. Zuvor waren Stimmen von einzelnen Aktionären laut geworden, die das Übernahmeangebot für zu niedrig halten und daher Klagen erwägen. Die Postbank-Aktionäre haben bis zum 24. November Zeit, sich zu entscheiden.

Die Deutsche Bank hat erst vor kurzem die entscheidende 30%-Marke bei ihrem Postbank-Anteil überschritten und ist damit von einem für sie teureren Pflichtangebot befreit. Mit einem Angebot zum jetzigen Zeitpunkt will sie 1,7 Mrd EUR sparen. Hätte die Bank bis 2012 gewartet, wäre der Preis deutlich höher. Ziel ist eine Konsolidierung noch in diesem Jahr.

Der Milliardenkauf, den die Deutsche Bank nur mit einer üppigen Kapitalerhöhung stemmen konnte, soll sich mit Hilfe von Synergien rechnen. Hier sieht die Postbank indes große Fragezeichen. Die Ziele der Deutschen Bank könne sie derzeit noch nicht hinreichend voraussehen, erklärte die Postbank. Vor allem scheinen die Folgen für die Mitarbeiter noch unklar.

Die Synergien durch die Übernahme sieht das Frankfurter Institut bei jährlich 1 Mrd EUR. Diese sollen spätestens 2014/15 voll realisiert werden. Sparen will die Deutsche Bank mit Hilfe niedrigerer Kosten, vor allem in den Bereichen IT und Operations. Wie sie aber diese Bereiche definiert, wie sich die Kostensynergien zusammensetzen und ob es konkrete Überlegungen für einen Personalabbau gibt, sei unklar, moniert die Postbank. Im Zweifel dürften sowohl Beschäftigte der Postbank wie auch der Deutschen Bank von den angestrebten Kostensynergien betroffen sein.

Die Postbank selbst plant derzeit bis Ende 2012 einen sozialverträglichen Abbau von 2.000 Stellen. Betriebsbedingte Kündigungen sind tarifvertraglich bis zum 30. Juni 2011 oder bis Ende 2012 ausgeschlossen. Rund 45% der Belegschaft sind ohnehin Beamte, für die ein besonderer Kündigungsschutz besteht.

Unklar ist den Bonnern auch, in welchen konkreten Bereichen und durch welche Maßnahmen Ertragssynergien erzielt werden sollen. Aus Sicht der Postbank kann hier beispielsweise an die bisherige Kooperation in den Bereichen Produkte und Vertrieb angeknüpft werden, die innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre jährliche Synergien von 120 Mio bis 140 Mio EUR erzielen soll.

Zufrieden ist die Bank indes mit der Entscheidung, die Postbank als selbständige Aktiengesellschaft mit einem eigenständigen Markenauftritt zu erhalten.

Die Übernahme der Postbank ist auch für Deutschlands größte Bank ein schwerer Brocken. Aus der Bewertung der Postbank-Beteiligung entstehen den Frankfurtern Belastungen von 2,3 Mrd EUR. Zudem wird die Bank im dritten Quartal nach Steuern voraussichtlich einen Verlust schreiben. Doch Ackermann blickt weiter nach vorn: Mit dem Kauf des Bonner Instituts wird die Deutsche Bank unter den privaten Instituten mit Abstand die Nummer eins im Privatkundengeschäft. Die Zahl der Kunden steigt dadurch auf 24 Millionen; nur die Sparkassen haben mehr Kunden.

Mit der Stärkung des Privatkundengeschäfts will Ackermann zudem die Kritiker zum Verstummen bringen, die immer wieder die starke Fokussierung der Bank auf das Investmentbanking bemängeln.

Webseiten: 
www.db.com 
www.postbank.com 
 
 
-Von Madeleine Nissen und Jörn Ebberg, Dow Jones Newswires; 
+49 (0)69 - 29725 115, madeleine.nissen@dowjones.com 
DJG/maw/ebb/bam 
 

(END) Dow Jones Newswires

October 20, 2010 08:06 ET (12:06 GMT)

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.

© 2010 Dow Jones News
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